An den Grundsätzen der Schülerbeurteilung festhalten

BERN. Der Kern der neuen Schülerinnen- und Schülerbeurteilung (Schübe) ist, dass sie förderorientiert, lernzielorientiert, umfassend und transparent ist. An diesem Grundpfeiler der Reform hält die Erziehungsdirektion fest. Angesichts der Schwierigkeiten in der Umsetzung setzt sie eine Arbeitsgruppe ein und stellt mögliche Vereinfachungen und Verbesserungen in Aussicht.

Die gesetzlichen Bestimmungen verlangen, dass die Beurteilung einer Schülerin oder eines Schülers förderorientiert, lernzielorientiert, umfassend und transparent ist (FLUT-Grundsätze). Diese grundlegenden Anforderungen bilden die Kernelemente eines zeitgemässen und fundierten Beurteilungssystems. Die genannten Grundsätze erachtet die Erziehungsdirektion als zentralen und unverzichtbaren Bestandteil der Schülerinnen- und Schülerbeurteilung. Sie hat zur Kenntnis genommen, dass in den letzten Wochen Mitglieder des Grossen Rates und eine Anzahl von Lehrpersonen in der Öffentlichkeit ihre Unzufriedenheit mit der neuen Schülerinnen- und Schülerbeurteilung (Schübe) manifestierten. Allerdings hat sie auch zahlreiche Meinungen von Lehrpersonen erhalten, welche das neue Beurteilungsverfahren erfolgreich anwenden. Die Erziehungsdirektion hat die von Seiten der Lehrerschaft, von Verbänden und Lehrbetrieben geäusserte Kritik aufgenommen und ist grundsätzlich bereit, die vorgebrachten Änderungsvorschläge zu prüfen. Zugleich will sie die festgestellten Schwächen der neuen Beurteilung einer eingehenden Prüfung durch Fachexperten unterziehen.

Zusammen mit Betroffenen, Interessenvertretungen, Verbänden und Sozialpartnern soll nun untersucht werden, ob Verbesserungen und Vereinfachungen des bestehenden Beurteilungssystems möglich sind. Im Vordergrund der Diskussion stehen insbesondere die Noten und das Formulieren von vorgegebenen Lernzielen. Zu diesem Zweck setzt der Erziehungsdirektor, Regierungsrat Mario Annoni, eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Generalsekretär Robert Furrer ein. In die Arbeitsgruppe werden Vertreterinnen und Vertreter der Erziehungsdirektion, betroffener Schulen, der Gewerkschaft LEBE, von Schulbehörden und Elternräten eingeladen. Überdies steht eine externe Beratungsperson aus der Wirtschaft zu Verfügung.

Ziel ist es, gemeinsam die Probleme anzugehen und zu lösen, welche sich in der Praxis mit der Umsetzung der neuen Schülerbeurteilung ergeben haben. Bis Mitte März soll dazu ein Bericht mit entsprechenden Massnahmen vorliegen.

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