Friedensprozesse in Sri Lanka.

BERN. Das Eidgenössische Depatement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat heute Gespräche geführt mit einer hochrangigen Delegation der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). Thema war der Stand des Friedensprozesses in Sri Lanka.

Die LTTE-Delegation wurde vom Chef der politischen Direktion des EDA, Botschafter Blaise Godet, sowie von Botschafter Peter Maurer, Leiter der Politischen Abteilung IV für menschliche Sicherheit, in Bern empfangen. Angeführt wurde die Delegation, die in dieser Woche auch in anderen europäischen Hauptstädten zu Gesprächen weilt, vom Leiter des politischen Flügels der LTTE, Suppiah Paramu Thamilselvan.

Gegenstand der Gespräche war der Stand des Friedensprozesses in Sri Lanka. Das EDA begrüsst die Tatsache, dass die LTTE weiterhin zu Verhandlungen bereit ist und einen Verhandlungsvorschlag ausgearbeitet hat. Die EDA-Vertreter wiesen in den Gesprächen darauf hin, dass die LTTE in der Stärkung der Menschenrechte und bei der Entwicklung einer pluralistischen Gesellschaft im Norden und Osten Sri Lankas weitgehende Verpflichtungen hat.

Die Friedensgespräche zur Beendigung des jahrzehntelangen bewaffneten ethnischen Konflikts in Sri Lanka zwischen der Regierung und den LTTE sind seit April 2003 unterbrochen. Der im Februar 2002 geschlossene Waffenstillstand wird aber weiterhin eingehalten. Seit Ende Oktober 2003 liegen Vorschläge beider Konfliktparteien für die Weiterführung auf dem Tisch, doch konnten die Friedensgespräche bisher wegen der politischen Krise im Süden des Landes noch nicht wieder aufgenommen werden.

Die Schweiz unterstützt den Friedensprozess in Sri Lanka mit Programmen zur Konflikttransformation und der Stärkung der Menschenrechte, Beratung im Bereich Föderalismus sowie Entminung. Hinzu kommen Projekte der Wiederaufbauhilfe und der Entwicklungszusammenarbeit.

home >>>

news box februar 2004 >>>