Geleitete Schulen im Kanton Schwyz auf guten 

SCHWYZ. Der Regierungsrat hat den Schlussbericht der Universität Zürich zum Projekt „Geleitete Volksschulen“ zur Kenntnis genommen. Gestützt auf die positiven Ergebnisse hat er das Erziehungsdepartement beauftragt, das neue Schulkonzept in die laufende Totalrevision der Volksschulverordnung aufzunehmen. Die Übergangszeit soll mittels Weisungen des Erziehungsrates geregelt werden.

Sieben Pilotschulen (Gemeindeschulen Arth-Goldau, Orientierungsstufe Einsiedeln, Gemeindeschule Freienbach, Bezirksschule Küssnacht, Orientierungsstufe Schwyz, Primarschule Steinerberg, Primarschule Wangen) setzten sich im Rahmen des Projektes „Geleitete Volkschulen“ (GELVOS) während der letzten vier Jahre zwei Hauptziele: Die Entwicklung und Einrichtung zeitgemässer Schulleitungen im pädagogischen, personellen und administrativ-organisatorischen Bereich sowie die Einrichtung eines Systems zur Qualitätsentwicklung und –sicherung für die Schule und den Unterricht.

Wirkungen auf den Schulalltag

Das Projekt wurde in verschiedenen Phasen insgesamt dreimal durch eine Fachstelle der Universität Zürich überprüft. Der Schlussbericht beurteilt das Projekt insgesamt als positiv und wirksam. An allen Pilotschulen wurden Schulleitungen eingerichtet und qualitätsfördernde Massnahmen eingeführt. Die Klärung von Zuständigkeiten, die Vermeidung von Leerläufen und der verbesserte Informationsfluss gelten als deutliche Erfolge. Viele Befragte sind der Ansicht, dass durch GELVOS mehr schuleigene Projekte entstanden, beispielsweise die Betreuung von Jung- und Neulehrpersonen, die Heilpädagogische Schülerhilfe und Grundlagen für die Personalführung in schwierigen Situationen. Hier zeigen sich die Auswirkungen der Leitbildarbeit, des Schulprogramms und der Jahresplanung.

Akzeptanz und kritische Fragen

Die Schulräte und die Schulleitungen beurteilen GELVOS als sehr positiv. Schulräte schätzen vor allem die Professionalisierung der Schulleitungen und die Klärung von Kompetenzen und Ansprechpersonen. Die Schulleitungen sind in ihrer Funktion grundsätzlich akzeptiert. Sie entlasten die Lehrpersonen und verstärken die Identifikation mit der Schule. Bei den Lehrpersonen verlief die Motivationsentwicklung je nach Schule unterschiedlich. Im Zentrum steht für sie der direkte Unterrichtsbezug von GELVOS. Dieser wird sich mit der Zeit noch verstärken. Erfolgsfaktoren für die Lehrpersonen sind die kollegiale Hospitation, der Austausch und die persönliche Auseinandersetzung, die es ermöglichen, von anderen zu lernen. Der Bericht zeigt auch kritische Punkte auf: So wird der Autonomieverlust von einigen Lehrpersonen beklagt. Kompetenzklärungen zwischen Gemeinde- oder Bezirksrat, Schulrat und Schulleitung sind teils noch besser zu lösen. Häufig wird bemängelt, es gebe keine oder zu kleine Zeitgefässe und die Frage der Ressourcen sei nicht ausreichend geklärt.

Übergangszeit und Weiterentwicklung

Gestützt auf die im Wesentlichen positiven Ergebnisse der Projektauswertung hat der Regierungsrat das Erziehungsdepartement beauftragt, das neue Schulkonzept in die laufende Totalrevision der Volksschulverordnung aufzunehmen, womit er den Wert pädagogisch verantwortlicher Schulleitungen als operative Ebene der lokalen Schulbehörden anerkennt. Die Übergangszeit soll mittels Weisungen des Erziehungsrates für Pilotschulen und Nichtpilotschulen geregelt werden. Damit kann von den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt profitiert, den positiven Ergebnissen und den festgestellten Defiziten Rechnung getragen und die Entwicklung in die gewünschte Richtung gesteuert werden.

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