Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Verzeigungen hauptsächlich wegen Cannabiskonsums 

BERN. Der Grossteil der polizeilichen Verzeigungen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes betrifft ausschliesslich den Konsum von Betäubungsmitteln, und zwar vor allem von Cannabis. Die Zahl dieser Verzeigungen hat im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich zugenommen, wobei von diesem Anstieg vor allem Minderjährige betroffen sind. Die Anzahl der Verzeigungen wegen des Konsums anderer Betäubungsmittel ist seit Mitte der 1990er-Jahre rückläufig. 

Soweit die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS). Die Zahl der Verzeigungen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes hat sich zwischen 1990 und 1994 mehr als verdoppelt. Sie ist von weniger als 20'000 (1990) auf über 40'000 Fälle (1994) gestiegen. 

Seit 1997 bleibt sie mit rund 45'000 Fällen pro Jahr stabil. Mehr als vier von fünf Verzeigungen (82%) betreffen ausschliesslich den Konsum von Betäubungsmitteln, d.h. es ist dabei weder Handel noch Schmuggel im Spiel. 67% der Verzeigungen wegen Konsums von Betäubungsmitteln betreffen Cannabisprodukte, 22% Heroin, 17% Kokain und 6% andere Substanzen. Stetige Zunahme der Verzeigungen wegen Cannabiskonsums Die Zahl der Verzeigungen wegen Cannabiskonsums hat sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdoppelt, und zwar von etwas mehr als 12'000 Fällen (1990) auf rund 30'000 Fälle (2001). Die durchschnittliche jährliche Steigerung betrug 8%. 

Die Verzeigungen wegen Handels mit Cannabisprodukten sind hingegen stabil geblieben (rund 2'400 Fälle pro Jahr). Anders das Bild bei den übrigen Betäubungsmitteln: Hier hat sich die Tendenz bei den Verzeigungen wegen Konsums oder Handels in den 1990er-Jahren umgekehrt. Im Falle des Heroins und der anderen Opiate erhöhte sich die Zahl der Verzeigungen bis 1993 stark (27'000), um danach stetig zurückzugehen (2001: 12'000). Die Anzahl Verzeigungen im Zusammenhang mit Kokain und Crack erreichte 1998/99 einen Höchstwert (14'000), während diejenige der übrigen Substanzen (Halluzinogene, Ecstasy usw.) 1996 ein Maximum (5000) verzeichnete.

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