Vergiftete Luchse: Strafanzeige gegen unbekannt

BERN. Das Amt für Wald, Wild und Natur des Kantons Waadt erstattet Anzeige gegen unbekannt: zwei im September 2003 tot aufgefundene Luchse sind sehr wahrscheinlich mit Absicht vergiftet worden.

Am 22. September 2003 wurden in einem Waldstück der Gemeinde Montricher im Waadtländer Jura zwei sterbende Luchse aufgefunden. Um das Leiden der Tiere zu beenden, hatte der herbeigerufene Wildhüter keine andere Wahl, als die Mutter und ihr Junges zu töten.

Die Untersuchungen verschiedener Labors erhärteten den Verdacht, dass die beiden Luchse sehr wahrscheinlich mit Absicht vergiftet wurden. Aus diesem Grund hat das Amt für Wald, Wild und Natur des Kantons Waadt nun beim zuständigen Untersuchungsrichter Anzeige gegen unbekannt eingereicht.

Der Luchs ist in der Schweiz eine geschützte Tierart, jede unbewilligte Tötung damit eine Straftat. Eine Bewilligung zum Abschuss darf vom zuständigen Kanton nur erteilt werden, wenn ein Luchs übermässigen Schaden stiftet. Im Waadtländer Jura ist in den vergangenen Jahren kein Tierhalter durch Luchsrisse zu Schaden gekommen.

Im Februar 2000 wurden bei Rougemont (VD) bereits einmal drei vergiftete Luchse aufgefunden.

home >>>

news box januar 2004 >>>