Gegen sexuelle Übergriffe im Sport: Bundesamt für Sport und Swiss Olympic starten eine gemeinsame Kampagne

BERN. Das Bundesamt für Sport (BASPO) und Swiss Olympic wollen mit einer gemein-samen Kampagne den Kampf gegen sexuelle Übergriffe im Sport verstärken. Im Zentrum stehen längerfristige Präventionsarbeit und einzelne gezielte Aktionen in verschiedenen Handlungsfeldern.

Basierend auf dem 6. Prinzip der Ethik-Charta im Schweizer Sport haben das BASPO und Swiss Olympic ein Commitment gegen sexuelle Übergriffe im Sport formuliert. Sie über-nehmen gemeinsam die Koordination einer Kampagne und stellen die Umsetzung unter dem Dach einer mehrjährigen Fairplay-Kampagne sicher. Unterstützt werden sie dabei von einer Trägerschaft aus verschiedenen Bundesstellen, einer überparteilichen Parlamenta-riergruppe sowie weiteren Institutionen.

Die Ausarbeitung und Umsetzung der Massnahmen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Präventionsstellen und Fachleuten. Mit Information und Ausbildung sollen verschiedene Zielgruppen gezielt angesprochen werden. Bereits Bestehendes soll dabei soweit als mög-lich eingebunden werden. Im Zentrum stehen insbesondere Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, einbezogen wird auch das Umfeld möglicher Täter und Opfer. Neben langfristiger Präventionsarbeit sollen einzelne gezielte Aktionen das Thema enttabuisieren und Wissen darüber vermitteln, wo Unterstützung erhältlich ist und wie in konkreten Situationen ge-handelt werden kann. Die Präventionsmassnahmen sollen nicht als Hinweise auf Proble-me gedeutet, sondern zu einem Qualitätszeichen fortschrittlicher Vereine und Verbände werden. Entsprechend werden das Vereinsumfeld und die Ausbildung konsequent in die Massnahmenplanung mit einbezogen.

Die Kampagne startet mit Teilprojekten und ersten Massnahmen im Verlaufe des ersten Halbjahres und weitet ihre Wirkung schrittweise aus. Erste grössere Projekte sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sind für den September 2004 vorgesehen.

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