Zunahme von Sozialhilfefällen, Arbeitslosen und IV-Anträgen - 

Die Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) im Kanton Basel-Landschaft soll mithelfen, Abhilfe zu schaffen 

LIESTAL. Die Zahl der Sozialhilfefälle, Arbeitslosen und IV-Anträge hat im Baselbiet im Jahr 2003 massiv zugenommen. Auch wenn der Kanton noch deutlich unter dem landesweiten Schnitt liegt, so hat er doch bereits im Jahr 2000 Schritte unternommen, um einer noch weiteren Zunahme entgegenzuwirken. Seit Mai 2000 sind verschiedene Sozialinstitutionen des Kantons daran, gemeinsam eine effizientere Zusammenarbeit im Sinne der interinstitutionellen Zusammenarbeit anzustreben. Im Kanton Basel-Landschaft hat sich diese interinstitutionelle Zusammenarbeit aufgrund des grossen Engagements aller Beteiligten schon in kurzer Zeit weit entwickelt. Im gesamtschweizerischen Vergleich darf sich das Zwischenergebnis im Kanton Basel-Landschaft sehen lassen.

Im Dezember 2001 hat der Regierungsrat eine "Koordinationsstelle Interinstitutionelle Zusammenarbeit" mit den fachnahen Stellen des Kantons eingesetzt. Diese Arbeitsgruppe, bestehend aus KIGA, Sozialversicherungsanstalt, Sozialamt sowie Amt für Berufsbildung und Berufsberatung hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden im Sozialbereich effizienter und lösungsorientierter zu gestalten. Es sollen Strukturen und Instrumente erprobt werden, welche die Betreuung arbeitsloser und erwerbsbehinderter Personen verbessert. Weiteres Ziel ist die Vermeidung von zeitlichen Verzögerungen an den Schnittstellen zwischen den beteiligten Vollzugsstellen. Verfahren sollen schneller und transparenter und somit auch kundenfreundlicher vollzogen werden können. Die "Koordinationsstelle Interinstitutionelle Zusammenarbeit" hat im ersten Jahr ihrer Tätigkeit Schwerpunkte festgelegt und zusammen mit weiteren Kreisen Umsetzungskonzepte erarbeitet. Dank einer optimalen Vorbereitungsarbeit im Jahr 2003 konnte am 1. Januar 2004 das erste Pilotprojekt gestartet werden. Der Pilotversuch der IIZ-Zusammenarbeit findet zuerst zwischen dem KIGA und der Sozialhilfe statt. Insbesondere haben sich die Gemeinden Binningen, Oberwil und Tecknau bereit erklärt, das Projekt durchzuführen. Ziel des Pilotprojekts ist es, eine flächendeckende, einheitliche, institutionalisierte Vorgehens- und Arbeitsweise zu erreichen mit entsprechenden Mess- und Wirkungszielen.

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