Kanton soll 15 Mio. Franken an Polysportives Zentrum Ostschweiz  leisten

ST. GALLEN. Die Stadt St.Gallen plant den Bau eines Polysportiven Zentrums (PZO). Für den Kanton werden damit die vorgeschriebenen Turn- und Sportanlagen für das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS) sowie für das Berufs- und Weiterbildungszentrum für die Gesundheitsberufe (BZGS) geschaffen. Er muss dafür einen Baukostenbeitrag von 15 Mio. Franken leisten, davon 3 Mio. Franken aus dem Sport-Toto-Fonds. Die vorberatende Kommission des Kantonsrates heisst die Vorlage einstimmig gut.

Nach der Bundesgesetzgebung hat der Kanton für ausreichenden Turn- und Sportunterricht an den Schulen zu sorgen. Das GBS verfügt über zu wenig Turnraum; der Kantonsrat hat deshalb in der Novembersession 2003 den Kredit für eine Dreifachturnhalle im Tal der Demut bewilligt. Mit einer finanziellen Beteiligung des Kantons von 15 Mio. Franken an das PZO kann nun auch für die übrigen Standorte des GBS sowie für das neu geschaffene Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe der fehlende Turnraum geschaffen werden. Darüber hinaus entstehen mit dem PZO Sportanlagen für die städtischen Schulen, ein attraktives Hallenangebot für nationale und internationale Leichtathletik- und andere Sportveranstaltungen.

41,1 Mio. Franken Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für den Bau des PZO belaufen sich einschliesslich Parkgarage auf 41,1 Mio. Franken. Daran leistet der Kanton einen Beitrag von 15 Mio. Franken, wovon der Sport-Toto-Fonds 3 Mio. Franken trägt. Der Bund leistet aus dem Verpflichtungskredit zu Gunsten des nationalen Sportanlagenkonzeptes 4 Mio. Franken und gestützt auf die Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung eine Subvention von 2,3 Mio. Franken. Der Anteil der Stadt St.Gallen beläuft sich auf 13,5 Mio. Franken; jener der Parkgarage St.Gallen AG auf 6,5 Mio. Franken. Die Stadt St.Gallen hat neben ihrem Baubeitrag weitere 1,5 Mio. Franken aufzubringen für den Ersatz der medizinisch-sozialen Hilfsstelle, die dem Bauprojekt weichen muss.

Standort markant aufwerten

Die vorberatende Kommission, präsidiert von Kantonsrat Thomas Hansjakob, beantragt dem Kantonsrat einstimmig die Bewilligung eines Staatsbeitrages von 15 Mio. Franken. Sie setzt damit ein deutliches Zeichen für eine markante Standortaufwertung für die Stadt und die Region St.Gallen. Mit Blick auf den Fristenlauf für die vom Bund zu leistenden Beiträge beantragt die Kommission, in der Februarsession 2004 des Kantonsrates die erste und die zweite Lesung durchzuführen.

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