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Ein neuer Wankdorfplatz
und eine Tramlinie zur S-Bahn
BERN. Die Pläne von Kanton, Stadt und Bernmobil zur Neugestaltung des Wankdorfplatzes in Bern werden konkret: Aus der trostlosen Strassenkreuzung soll ein Platz entstehen, der den künftigen Verkehrsanforderungen gerecht wird und zugleich eine städtebauliche Aufwertung bringt. Die Mitwirkung läuft vom 23. Januar bis 5. März. Der Knoten Wankdorf im Norden der Stadt Bern ist nicht nur die wichtigste Verkehrsdrehscheibe, sondern auch Lebensnerv des grössten und dynamischsten Entwicklungsschwerpunktes im Kanton Bern. Im Wankdorf konzentrieren sich Sport-, Ausstellungs- und Freizeiteinrichtungen. Derzeit sind mit dem neuen Fussballstadion und Einkaufszentrum, dem Hotel am Guisanplatz oder der S-Bahn-Station Wankdorf eine Reihe neuer Anlagen im Entstehen begriffen, die punkto Verkehrsinfrastruktur rasch neue Anforderungen an den Wankdorfplatz stellen werden. Mit der absehbaren Umnutzung des Schlachthofs und der weiteren Entwicklung an der Stauffacherstrasse werden zusätzliche Erschliessungsbedürfnisse zu befriedigen sein. Um zukunftsweisende Lösungen zu finden, führten Kanton, Stadt und die Nachbargemeinden Ittigen und Ostermundigen einen zweistufigen Wettbewerb durch. Als Siegerprojekt ging im Dezember 2002 das Projekt „BE3“ eines Planungsteams unter der Führung der Berner Ingenieurunternehmung Emch+Berger AG hervor. Dieses Projekt wird jetzt in ausgearbeiteter Form der Öffentlichkeit zur Mitwirkung vorgelegt. Es umfasst als Hauptelemente die Neugestaltung des Platzes mit einem unterirdischen Kreisel sowie die Tramverlängerung. Die Tramlinie 9 von Bernmobil führt in Zukunft vom Guisanplatz über den neuen Wankdorfplatz bis zur S-Bahn-Station Wankdorf. Ein unterirdischer Kreisel für den Autoverkehr Weil ein Grossteil des Autoverkehrs neu unter dem Platz verläuft, entstehen auf dem Wankdorfplatz selber neue Freiräume. Bus und Tram erhalten Priorität. Der Platz wird kleiner und übersichtlicher, was die Wege für Fussgänger/innen und Velofahrende kürzer und sicherer macht. Ebenfalls neu gestaltet wird die Papiermühleallee. Neue Tram- und Bushaltestellen bilden die Schnittstelle zum attraktiv gestalteten Umfeld des Wankdorfstadions. Autobahnanschlüsse verlegt Die Autobahnanschlüsse von und nach Zürich sollen neu an den Schermenweg verlegt werden, was die Verkehrsbelastung des Wankdorfplatzes wesentlich reduziert. Vorerst nicht weiterverfolgt wurde im jetzt vorliegenden Projekt die ursprüngliche Idee eines Grosskreisels als Autobahnanschluss im Bereich Schermenweg-Bolligenstrasse. Geringeres Staurisiko Mit der Umgestaltung der Verkehrsanlagen im Wankdorf werden Spielräume geschaffen, die es erlauben die neu entstehenden Nutzungsschwerpunkte direkt zu erschliessen, ohne die Wohnquartiere zu beeinträchtigen. Wie das Verkehrssimulationsmodell zeigt, sinkt das Staurisiko erheblich. Der Verkehr wird sich künftig sowohl auf dem Wankdorfplatz als auch im Bereich der Autobahnanschlüsse flüssig abwickeln. Grossveranstaltungen sollten weitgehend ohne Verkehrskollaps durchgeführt werden können. Das Projekt erlaubt aber vor allem auch, dass sich das Wankdorf als nördliches „Tor zu Bern“ städtebaulich weiterentwickeln kann. Noch dieses Jahr vor den Grossen Rat Die Kosten zur Realisierung des neuen Wankdorfplatzes werden inklusive der Tramverlängerung auf rund 80 Millionen Franken geschätzt. Zusätzliche 30 Millionen Franken kostet die Verlegung der Autobahnanschlüsse, 15 Millionen Franken die Werkleitungsarbeiten. Nach Abschluss der Mitwirkung soll dem Grossen Rat noch dieses Jahr die Kreditvorlage unterbreiten werden. Erst nachher wird ein Auflageprojekt ausgearbeitet. Öffentlicher Orientierungsabend am 27. Januar Die Mitwirkungsunterlagen liegen vom 23. Januar bis 5. März 2004 zur Einsicht auf in „Die BauStelle“, Tiefbauamt Stadt Bern, Bundesgasse 38, Bern (während der Bürozeiten) Am 27. Januar um 19.30 Uhr lädt der Dialog Nordquartier zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt „neuer Wankdorfplatz“ ins Restaurant Jardin (Militärstrasse 38, 3014 Bern) ein. Als Referenten treten Gemeinderat Alexander Tschäppät, Kreisoberingenieur Fritz Kobi und die Vertreter des Planerteams auf. |