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Strategie für die
Berner Schule der Zukunft
BERN. Bis Ende 2004 erarbeitet die Erziehungsdirektion des Kantons Bern die strategischen Grundlagen zur Weiterentwicklung der bernischen Bildungslandschaft. Sie will die Reformvorhaben gezielt strukturieren und ihre zeitliche Umsetzung auf die Bedürfnisse der Schulen abstimmen. Die Strategie soll pädagogische Ziele aufnehmen und die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung von Projekten definieren. Im Jahr 2001 hat die Erziehungsdirektion des Kantons Bern in ihrem Leitbild die strategischen Ziele der bernischen Bildungspolitik definiert. Jetzt sollen die dort festgelegten Bildungsziele überprüft und unter anderem Strategien zur Weiterentwicklung der bernischen Volksschule ausgearbeitet und politisch diskutiert werden, mit dem Ziel die Qualität des Bildungswesens im Kanton Bern weiter zu verbessern. Auf Grund dieser Debatte sollen anschliessend die bildungspolitischen Prioritäten gesetzt werden. Für die Ausgestaltung der Bildungslandschaft im Kanton Bern ist es wichtig zu wissen, ob beispielsweise Tagesschulen oder der frühe Fremdsprachenunterricht eingeführt werden sollen. Zudem müssen die entsprechenden finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Dazu wird die Erziehungsdirektion verschiedene Szenarien entwickeln. Ende 2004 will die Erziehungsdirektion ein Konzept mit bildungspolitischen Perspektiven für die nächsten zehn bis 15 Jahre vorlegen, welches dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt und die pädagogischen, zeitlichen und finanziellen Realisierungsmöglichkeiten berücksichtigt. Reformvorhaben werden künftig zeitlich koordiniert und gestaffelt eingeführt, damit eine nachhaltige und effiziente Umsetzung gesichert ist. Eine wichtige Voraussetzung dazu ist die optimale Abstimmung auf die zentralen Kernaufgaben und die Bedürfnisse der Schulen. In diesen Planungsprozess eingebunden wird die Einführung der integrativen Schule. Die Umsetzung dieses Projekts findet wie vorgesehen im Zeitrahmen von 2007 bis 2009 statt. Die vorangehenden Jahre 2005 bis 2007 werden für Planungs- und Vorbereitungsarbeiten auf allen Ebenen genutzt. Zur erfolgreichen Umsetzung künftiger bildungspolitischer Projekte, wie die integrative Schule, die Basisstufe oder die neue Schulaufsicht, erachtet die Erziehungsdirektion eine klare Organisation der Schulen als unabdingbar. Vor der Umsetzung weiterer Bildungsprojekte soll deshalb sichergestellt werden, dass zentrale Grundelemente wie professionelle Schulleitungen mit einem Qualitätsmanagement, eine erneuerte Schulaufsicht sowie eine zentrale Steuerung durch die Erziehungsdirektion realisiert sind. In der breiten politischen Diskussion wird es unter anderem darum gehen, eine sinnvolle Balance zu finden zwischen den Ansprüchen und Forderungen der verschiedenen Exponenten im Bildungsbereich: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen, Gemeindebehörden, Parteien usw. |