Restrukturierung der Schulen im Gesundheitswesen

ZÜRICH. Der Regierungsrat hat über die künftigen Strukturen der Schulen im Gesundheitswesen entschieden. Die Ausbildungen werden neu konzentriert an zwei Standorten angeboten: Ein Zentrum wird in der Stadt Zürich verwirklicht, das andere in Winterthur. Die vorgesehene Grösse der beiden Zentren erlaubt Synergien im organisatorischen und pädagogischen Bereich optimal zu nutzen, aber auch ausbildungsspezifische Besonderheiten zu erhalten.

Im Kanton Zürich gibt es heute neun kantonale und sechzehn staatsbeitragsberechtigte Schulen für Berufe im Gesundheitswesen. An diesen Schulen werden ungefähr 3000 Ausbildungsplätze für Pflege sowie für die medizinisch-technischen und medizinisch-therapeutischen Berufe angeboten. Rund 75 Prozent der Ausbildungsplätze entfallen auf die Pflege. Die Grösse der bestehenden Schulen variiert stark.

Im Rahmen der Reorganisation der Berufsbildung im Gesundheitswesen erteilte der Regierungsrat der Bildungsdirektion den Auftrag, die Anzahl der bestehenden Schulen im Gesundheitswesen zu reduzieren. Im Mai 03 erarbeitete die Bildungsdirektion zwei Strukturvarianten, zu denen sich alle Interessierten in einer Umfrage äussern konnten.

Zwei Zentren für Bildung im Gesundheitswesen

Neu werden die Ausbildungen im Gesundheitswesen an zwei Standorten – Zürich Stadt und Winterthur – konzentriert. In beiden Zentren werden je sowohl Ausbildungsgänge auf der Sekundarstufe II (zum Beispiel Fachangestellte/r Gesundheit) als auch auf der Tertiärstufe (zum Beispiel Diplomausbildungen Pflege) angeboten. Mit der Zusammenführung der Ausbildungsprogramme wird in jedem der beiden Zentren ein breites Angebot an Ausbildungsgängen auf verschiedenen Stufen geschaffen. Dadurch entstehen Synergien und eine bessere Durchlässigkeit und Vernetzung zwischen den Bildungsangeboten. Berufsübergreifende Zusammenarbeit kann gefördert werden und ein optimaler Einsatz der Ressourcen (Lehrpersonal, Verwaltung, Räume, Infrastruktur) ist möglich. Zudem entstehen für die Lehrpersonen vielfältigere Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven.

Das Zentrum für Bildung im Gesundheitswesen Zürich-Stadt mit dem Profil «Somatische Akutereignisse in Institutionen» wird im Jahre 2010 verteilt auf 90 Klassen rund 2300 Lernende unterrichten. Es bietet Diplomausbildungen für Pflege und für die medizinisch-technischen Berufe an sowie die Ausbildung «Fachangestellte/r Gesundheit». Noch offen ist hier die Frage der Trägerschaft: Der Leistungsauftrag für die Führung des Zentrums für Bildung im Gesundheitswesen wird gemäss den Bestimmungen über das öffentliche Beschaffungswesen ausgeschrieben.

Das Zentrum für Bildung im Gesundheitswesen Winterthur mit dem Profil «Psychische Krankheiten, Geriatrie und Rehabilitation in Institutionen und zu Hause» wird einer kantonalen Trägerschaft unterstellt und wird im Jahre 2010 verteilt auf 87 Klassen rund 2100 Lernende unterrichten. Es bietet Diplomausbildungen für Pflege und für die medizinisch-therapeutischen Berufe an sowie die Ausbildung «Fachangestellte/r Gesundheit».

Die Verantwortlichen der 25 Schulen im Gesundheitswesen wurden am 28. Januar 2004 an einer Veranstaltung über diesen Entscheid informiert.

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