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Zwei st.gallische
Schulen erhalten Preise für Knabenprojekte am Nationalen Tochtertag
ST. GALLEN. Die Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen des Kantons St.Gallen kann in Wattwil und St.Gallen zwei der insgesamt acht Preise für Knabenprojekte verleihen, die am vergangenen Nationalen Tochtertag entstanden waren. Die Buben und Mädchen der 6. Primarklasse des Schulhauses Wis in Wattwil vertieften sich gemeinsam in das Thema der geschlechtergetrennten Schule, während die Knaben der Sekundarschule Notker in St.Gallen einen eigenen "Buebetag" durchführten. Die Lehrkräfte der 4. bis 9. Klassen waren von der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen eingeladen worden, am Tochtertag im Unterricht mit den Knaben ein Gleichstellungsthema aufzugreifen. Im Rahmen des gesamtschweizerischen Wettbewerbes für die besten Bubenprojekte gewannen zwei Klassen im Kanton St.Gallen erste Preise von je 500 Franken, die von Felice Baumgartner, der Leiterin der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen, in der kommenden Woche überreicht werden. Doch lieber in gemischten Klassen Zur Frage "Sollen wir ab 1.1.2004 in unserer Schule geschlechtergetrennte Klassen eröffnen?" wurden in der 6. Primarklasse des Schulhauses Wis in Wattwil Argumente dafür und dagegen gesammelt. Während die Mädchen meinten, es gäbe ohne die Knaben weniger Streit, fanden die Knaben, sie könnten im Sport "härter dran". Die Abstimmung in der Klasse bei Lehrer Ernst Städler ergab, dass acht für generell gemischte Klassen waren; sieben wünschten in bestimmten Fächern eine Trennung nach Mädchen und Knaben. Die jungen Männer unter sich Während alle Mädchen der Sekundarschule Notker in St.Gallen am Tochtertag teilnahmen, beteiligten sich die 134 Knaben im Schulhaus an dem für sie organisierten Programm. Die Schüler hatten verschiedene Möglichkeiten in Form von Ateliers, sich mit knabenspezifischen Themen auseinanderzusetzen. Anhand des Filmes "Billy Elliot" befassten sich die Schüler mit Männerrollen, Männerbildern und Männersprache. Sie machten sich persönlich Gedanken zu Bildern und dem Verhalten von Männern in der Gesellschaft und diskutierten diese in der Gruppe. Beide Klassen erlebten den Tochtertag als erfolgreich und spannend. Die Knaben fühlten sich gleichberechtigt und erhielten einen Einblick in die geschlechtsspezifischen Mechanismen unserer Gesellschaft. |