Ein Teil der Panzer 87 Leopard-Flotte zu verkaufen 

BERN. Als Folge des Reformprojektes Armee XXI werden künftig weniger Kampfpanzer benötigt. Anstelle von zwölf Panzerbataillone verfügt die neue Armee nur noch über sechs Panzerbataillone. Finanzielle und betriebswirtschaftliche Überlegungen führen deshalb zum Verkauf eines Teils der Panzer 87 Leopard Flotte. 

Die Beschaffung der 380 Panzer 87 Leopard erfolgte im Rahmen des Rüstungsprogramms 84. Davon wurden 345 Fahrzeuge in der Schweiz in Lizenz gefertigt. Die Einführung bei der Truppe begann 1987. Die Panzer haben sich im Einsatz bewährt und erfüllen die bisher gestellten Anforderungen. In der Armee 95 waren insgesamt zwölf Panzerbataillone mit dem Panzer 87 Leo ausgerüstet. In der neuen Armee sind es noch vier aktive Panzerbataillone und zwei der Reserve zugeteilte Einheiten. Dies führt dazu, dass heute knapp 150 Panzer 87 Leo nicht mehr benötigt werden. Die armasuisse (vormals Gruppe Rüstung) wurde deshalb beauftragt, Käufer für diese Fahrzeuge zu finden. Damit vollzieht sich in der Schweiz dieselbe Entwicklung wie sie in Deutschland und den Niederlanden schon seit einiger Zeit im Gange ist. In diesen Armeen wurde die Zahl der eingesetzten Kampfpanzer Leopard 2 durch Verkäufe an andere Staaten bereits erheblich reduziert. Die verbleibenden Panzer wurden gleichzeitig im Kampfwert gesteigert. Es ist geplant, das Gros der in der Schweizer Armee noch verbleibenden Panzer 87 Leo mit einem Werterhaltungsprogramm den veränderten Anforderungen anzupassen.

home >>>

news box januar 2004 >>>