Zivilschutz leistet 178'000 Personentage für die Gemeinschaft

BERN. Knapp 50'000 Zivilschutzangehörige standen im letzten Jahr in 178'000 Personentagen für die Gemeinschaft im Einsatz. Gut 1'000 Zivilschutzorganisationen leisteten dabei in 2'000 Einsätzen wertvolle Hilfe bei Katastrophenbewältigung, bei Wiederinstandstellungsarbeiten, in der Pflege und Betreuung sowie bei Infrastrukturarbeiten in den Gemeinden.

Die Öffentlichkeit konnte auch 2003 wieder auf den Zivilschutz zählen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Diensttage zugunsten der Gemeinschaft allerdings um fast einen Viertel abgenommen. Zum einen ist dieser Rückgang der Tatsache zu verdanken, dass der Zivilschutz im Jahre 2003 nicht massiv für Katastropheneinsätze aufgeboten werden musste; zum anderen stand kein nationaler Grossanlass wie die Expo.02 auf dem Programm, für welche die Statistik 2002 rund 50'000 Diensttage auswies.

Im Jahre 2003 herrschte bei den Einsätzen des Zivilschutzes zugunsten der Gemeinschaft der "courant normal" vor: Nur 5'000 Personentage mussten für die Soforthilfe bei Katastrophen und Notlagen eingesetzt werden. Nach einem Rückgang im Jahre 2002 haben hingegen die Einsätze zur Bewältigung der Folgen von Schadenfällen zugenommen. Dies als Folge der Unwetter mit Erdrutschen und Überschwemmungen in Graubünden und St. Gallen/Appenzell im Jahre 2002. Sie erreichen rund 50'000 Personentage (im Jahre 2002: 36'000). Gut 31'000 Personentage - gegenüber 28'000 im Jahre 2002 - leistete der Zivilschutz im Bereich der Pflege und Betreuung (etwa von Betagten oder Kranken), wo eine steigende Tendenz zu verzeichnen ist. Nach wie vor bedeutend schlagen die Arbeiten für kommunale Infrastrukturen wie der Bau oder die Wiederherstellung von Wegen mit rund 42'000 Tagen zu Buche (Vorjahr 39'000). Weitere rund 50'000 Diensttage wurden für verschiedene Anliegen und Anlässe in den Gemeinden und Regionen geleistet (Vorjahr: 34'000 Diensttage).

Nach Schätzungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz - die gesicherten Ausbildungszahlen liegen in rund drei Monaten vor - sind über ein Drittel der im Zivilschutz geleisteten Diensttage direkt der Allgemeinheit zugute gekommen. Die übrigen Diensttage galten rein der Aus- und Weiterbildung.

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