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Aktuelle
Grippesituation in der Schweiz
BERN. Die Schweiz wird zur Zeit von einer starken Grippewelle heimgesucht. Die Anzahl der über das Sentinella-Meldesystem gemeldeten Fälle übersteigt den mittleren Höchstwert der letzten Jahre. Gesamtschweizerisch wurden in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres 7,7 Grippeverdachtsfälle pro 100 Arztkonsultationen gemeldet, wobei sich die Grippewelle von Westen Richtung Osten ausbreitet und im Westen bereits Werte über 10 Grippeverdachtsfälle pro 100 Konsultationen erreicht hat. Kartenmaterial und weitere Details sind auf der Internetseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unter www.bag.admin.ch/sentinella/influenza/d/index.htm abrufbar. Die aktuelle Grippeepidemie hat den Westen Europas bereits im Dezember heimgesucht und ist in den Ländern Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal und England wieder am abnehmen. Die in Europa nachgewiesenen Influenza-Viren sind überwiegend verwandt mit dem Stamm Influenza A/Fujian. Dieses Virus hat bereits letzten Sommer die südliche Hemisphäre heimgesucht. Weder in Australien, noch im Westen Europas konnte bisher eine erhöhte Sterblichkeit der Erkrankungsfälle nachgewiesen werden. Die durchschnittliche Sterberate, auch bei erkrankten Kindern war nicht erhöht. Über die Anzahl Todesfälle der aktuellen Grippewelle in der Schweiz gibt es noch keine Statistik. Die Grippeimpfung ist die beste Massnahme, um eine Grippeerkrankung durch Influenza zu verhindern. Die Impfung wird empfohlen für ältere Personen über 65 Jahre und für Risikopersonen (Chronischkranke und immunsupprimierte Personen), die im Falle einer Grippeerkrankung einem erhöhten Komplikationsrisiko ausgesetzt sind. Ebenfalls sinnvoll ist eine Impfung für das Medizinal- und Pflegepersonal, für Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sowie für Personen mit nahem Kontakt zu Risikogruppen, dies in erster Linie, um das Übertragungsrisiko zu reduzieren. Der Impfschutz ist in der Regel nach ca. 7-14 Tagen aufgebaut. Zur Zeit ist noch genügend Impfstoff in der Schweiz verfügbar und eine Impfung ist auch jetzt noch sinnvoll, da Neuansteckungen in der Schweiz weiterhin während einigen Wochen vorkommen werden. |