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Schweizerische Aussenpolitik und das Internationale Filmfestival Locarno BERN. Dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) liegt viel daran, im Rahmen der schweizerischen Friedenspolitik, der Entwicklungshilfe und der Verteidigung der Menschenrechte das Kulturschaffen zu fördern. Zwischen dem EDA und dem Internationalen Filmfestival Locarno besteht seit drei Jahren eine Partnerschaft. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die Politische Abteilung Menschliche Sicherheit und das Kompetenzzentrum für Kulturaussenpolitik bieten dieses Jahr ein Programm an, das auf die zwei Regionen Mekong und französischsprachiges Afrika sowie auf die Thematik Menschenrechte ausgerichtet ist. Die Zusammenarbeit zwischen der DEZA und dem Internationalen Filmfestival Locarno umfasst im Hinblick auf die Förderung von Filmen aus den Ländern des Südens und des Ostens drei Schwerpunkte: die Unterstützung der Produktion und Verbreitung von Filmen aus entsprechenden Ländern, die Unterstützung der Vorführung afrikanischer Filme im Rahmen der Sektion Leoparden von morgen, die dem französischsprachigen Kurzfilm gewidmet ist, sowie das Patronat des Projekts Offene Türen: Mekong. Die zweite Auflage des auf drei Jahre angelegten Projekts Offene Türen bietet dem Filmschaffen von Laos, Kambodscha und Vietnam eine Plattform für den internationalen Erfahrungsaustausch und die Suche nach Mitteln, um die nationale Filmproduktion wieder anzukurbeln und zu finanzieren. Diese Länder verfügen zwar über ein filmisches Potenzial, das weit über ihre Landesgrenzen hinaus reicht, bleiben aber, ähnlich wie andere Filmnationen, für eine tatsächliche Weiterentwicklung auf westliche Unterstützung angewiesen. Rund fünfzehn Regisseure aus der Mekong-Region haben in Locarno die Gelegenheit, europäische Produzenten, Investoren und Käufer zu treffen. Dieser speziell für die Filmschaffenden organisierte Teil wird durch ein Filmprogramm ergänzt, das dem breiten Festivalpublikum die Möglichkeit gibt, das Kino des Mekong kennen zu lernen. Die für Fragen der menschlichen Sicherheit zuständige Politische Abteilung IV initiierte im letzten Jahr in Locarno ein Spezialprogramm „Menschenrechte“ mit dem Ziel, über das Medium des Films das Publikum für Menschenrechte zu sensibilisieren. In diesem Sinne wird die Politische Abteilung die Zusammenarbeit mit dem internationalen Filmfestival dieses Jahr ebenfalls fortsetzen. Gegenüber dem Vorjahr sind zwei wichtige Neuerungen vorgesehen: Nach jeder Filmvorführung findet eine Diskussion mit dem Filmregisseur oder der Filmregisseurin statt. Im weiteren wird eine Jury am Ende des Filmfestivals einen Menschenrechtspreis verleihen. Das Festival von Locarno ist mehr als ein Filmfestival, es bietet als politischer Treffpunkt den verschiedenen Mentalitäten ebenso Raum für den Austausch und den Dialog. Der Bundesrat unterstützt das Filmfestival Locarno, das die Fähigkeit hat, sich im Gleichschritt mit den Entwicklungen der Gesellschaft und der Ideen zu erneuern. Das Festival ist eine unersetzliche Visitenkarte für unser Land. Solch ein kreatives und innovatives Bild will die Schweiz dem Ausland vermitteln. |