Tierversuche in Basel-Stadt 2003: Erneuter Rückgang der Anzahl Versuchstiere

BERN. Die Anzahl der im Kanton Basel-Stadt eingesetzten Versuchstiere war im Jahr 2003 wiederum rückläufig: Im Jahr 2003 wurden 199'291 Tiere eingesetzt, 10'004 weniger als im Jahr zuvor. Die Abnahme der Tierversuche erfolgte in den Bereichen angewandte Forschung und Produktesicherheit.

Im Kanton Basel Stadt wurden im vergangenen Jahr 199'291 Tiere in bewilligungspflichtigen Tierversuchen eingesetzt; das sind 4,8 Prozent oder 10'004 Tiere weniger als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 98,3 Prozent war die Gruppe der Labornagetiere (Mäuse, Ratten, Gerbils, Hamster und Meerschweinchen) am stärksten vertreten. In abnehmender Reihenfolge wurden ferner Fische, Kaninchen, Primaten, Hunde, Amphibien und Vögel verwendet. Die Zahl der eingesetzten Primaten (- 16, Total 378) und der Hunde (- 27, Total 267) nahm erneut ab.

Versuche für Forschung, Produktesicherheit, Diagnostik und Lehre Die bewilligungspflichtigen Tierversuche werden in die Kategorien Forschung, Produktesicherheit, Diagnostik und Lehre eingeteilt:

97,1 Prozent der Tiere (193'487) wurden im Rahmen von Projekten der Forschung eingesetzt: 177'007 Tiere in der angewandten Forschung (Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten) und 16'480 Tiere in der Grundlagenforschung. In der angewandten Forschung wurden 5,0 Prozent weniger Tiere eingesetzt als im Vorjahr (- 9'239), in der Grundlagenforschung resultierte eine Zunahme vom 19,2 Prozent (+ 2'654). In der Produktesicherheit wurden im Jahr 2003 noch 2,6 Prozent der Tiere (5'205) gebraucht. Diese Zahl erfuhr eine Abnahme um rund einen Drittel im Vergleich zum Vorjahr (- 3'174 Tiere). Die restlichen 599 Tiere verteilen sich auf die Bereiche Diagnostik und Lehre sowie Diverses. Belastung der Tiere Bei der Durchführung der bewilligungspflichtigen Tierversuche waren 8'888 Tiere (4,5 Prozent) einer schweren Belastung ausgesetzt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 781 Tiere. Die Anzahl der Tiere mit einer mittleren Belastung verringerte sich dagegen um 6'759 auf 61'334 Tiere (30,8 Prozent der insgesamt eingesetzten Tiere). Die restlichen 129'069 Tiere wurden wenig oder gar nicht belastet (- 4'026 Tiere gegenüber 2002).

In meldepflichtigen Versuchen wurden 28'062 Tiere benötigt; 14,2 Prozent weniger als im Jahr 2002. Diese Versuche umfassen grösstenteils das Töten von Tieren zur Organ- und Gewebeentnahme.

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