Paneldiskussion mit Prof. Georg Kreis in Sarajewo:

Bosnien und Herzegowina: Schweizer Föderalismus als Vorbild?

Ist der föderalistische Staatsaufbau der Schweiz ein mögliches Vorbild für Bosnien und Herzegowina? Diese Frage erörtert eine Panel-Diskussion, welche am 21. Juni in Sarajewo stattfindet. Die Veranstaltung, organisiert von der Schweizer Botschaft und dem Kooperationsbüro von DEZA und seco in Sarajewo, ist ein Schweizer Beitrag zur Verfassungsdebatte in Bosnien. Daran teil nimmt auch Prof. Georg Kreis von der Universität Basel.

Die Zusammenarbeit zwischen den zwei Teilrepubliken Bosniens (bosniakisch-kroatische Föderation und serbische Republik) gestaltet sich schwierig. Innerhalb wie auch ausserhalb Bosniens sind Stimmen laut geworden, die eine neue Verfassung fordern, welche Bosnien und Herzegowina funktionierende Institutionen zurückgeben soll.

Die Schweiz organisiert am 21. Juni in Sarajewo ein Podiumsgespräch zu diesem Thema. Darin werden aktuelle Fragen der politischen Repräsentation, Machtverteilung, Föderalismus, Identität und Kultur aus bosnischer und schweizerischer Perspektive ausgeleuchtet. Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie weit ein fremdes Modell überhaupt übertragbar wäre.

Aus der Schweiz nimmt Professor Georg Kreis, Leiter des Europainstitutes der Universität Basel, am Gespräch teil. Eingeladen sind zudem führende bosnisch-herzegowinische Intellektuelle: der Politologe Gajo Sekulic, der Ökonom Dragoljub Stojanov, der Philosoph Miodrag Zivanovic und der Journalist Senad Pecanin.

Die Schweiz beteiligt sich seit 1996 im Wiederaufbau Bosniens und unterstützt Projekte zur Rückkehr und Reintegration von Flüchtlingen, zur Förderung der KMU und zur guten Regierungsführung. Mit dem Panel will sie zur Diskussion um die politische Zukunft von Bosnien und Herzegowina beitragen.

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news box juni 2004