Übergabe der Verfassung an den Staatsrat und Auflösung des Verfassungsrats

FREIBURG. Die neue Verfassung des Kantons Freiburg wurde am Mittwoch, den 16. Juni 2004, einen Monat nach ihrer Annahme durch das Volk, offiziell dem Staatsrat übergeben. Einige Minuten später löste sich der Verfassungsrat nach 4¼-jährigem Bestehen auf. Die Zeremonie fand im Chalet des Colombettes oberhalb von Vuadens statt und wurde vom Instrumentalensemble der OS Greyerz und des Kollegiums des Südens untermalt.

Nach der Rede des Präsidenten Adolphe Gremaud überreichte die jüngste Verfassungsrätin, Sophie Bugnon, dem Staatsratspräsidenten Michel Pittet ein gebundenes und unterzeichnetes Exemplar des neuen Verfassungstextes. Dieser Text entstand in 58 Plenarsitzungen, 234 Kommissionssitzungen und 31 Sitzungen des Büros und ist das Ergebnis einer beachtlichen Arbeit. Der Präsident Adolphe Gremaud hat den Verfassungsrätinnen und Verfassungsräten zu ihrem Engagement und ihrer Gewissenhaftigkeit gratuliert. Er ist der Ansicht, dass die Freiburgerinnen und Freiburger mit der Annahme dieser Grundcharta Offenheit und den Willen zur Modernität bewiesen haben.

Die Worte des Staatsratspräsidenten  Michel Pittet gingen in die gleiche Richtung. Er ist der Meinung, dass die Verfassung den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen angepasst ist und ihr ein langes Bestehen sicher ist. Er bezeichnete die Entgegennahme der neuen Verfassung gleichzeitig als feierlich und bewegend.

Die Verfassungsrätinnen und Verfassungsräte hörten noch eine Rede des Generalsekretärs  Antoine Geinoz. Er sprach ihnen seinen Dank dafür aus, dass sie es ihm ermöglicht hatten, am „Abenteuer Verfassung“ teilzunehmen, einer einmaligen Erfahrung, bei der er viel gelernt hatte. Der Generalsekretär unterstrich auch die Verdienste seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Vielseitigkeit und Flexibilität bewiesen hatten, um den hohen Erwartungen des Verfassungsrats gerecht zu werden.

Schliesslich erklärte der Präsident Adolphe Gremaud den Verfassungsrat des Kantons Freiburg für aufgelöst.

Die Verfassungsrätinnen und Verfassungsräte und ihre Gäste setzten den Abend mit einem Aperitif und einem Imbiss fort. Trotz der Auflösung des Verfassungsrates sollen die guten Kontakte, die in den vergangenen vier Jahren bei der Ausarbeitung der Verfassung geknüpft wurden, innerhalb einer Vereinigung aufrechterhalten werden.

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