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Die Mitwirkung der
jungen Menschen zeitigt Wirkung
BERN. Die Kantonale Jugendkommission setzt sich für den Einbezug und die Partizipation von Kindern und Jugendlichem im Gemeinwesen ein, zum Beispiel mit dem Mitwirkungspreis, aber auch mit regionalen Foren zu Themen wie Jugend und Gewalt. Die Kommission strebt eine bessere Vernetzung zwischen privaten Institutionen der Jugendförderung und den Gemeinden, Bezirken sowie kantonalen Stellen an. „Kanton und Gemeinden setzen sich zum Ziel, dass die Anliegen und Bedürfnisse der Kinder und der Jugendlichen berücksichtigt werden“ heisst es in Artikel 30 der Kantonsverfassung. Was dies in der Praxis heisst, umschreibt die Kantonale Jugendkommission (KJK) in ihrem Tätigkeitsbericht 2000 – 2003 so: Gemeinden gelten dann als Kinder und Jugend freundlich und der Mitwirkung der jungen Generation verbunden, wenn bei einer Umfrage die Mehrheit ihrer zehn bis 20 Jahre jungen Bevölkerung folgende Aussage bejaht: „Hie fägts. I ghöre o derzue. Mi bruchts. I cha öppis bewürke u hinterlah Spure.“ Das Mitwirken von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist ein zentrales Anliegen der KJK: Der Einbezug und die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Gemeinwesen ist eine wichtige Grundlage zur Stärkung ihrer Persönlichkeit und zur aktiven Prävention. Mit dem vor drei Jahren lancierten Mitwirkungspreis unterstützt die KJK diese Ziele aktiv und verschafft der Mitwirkungsidee Publizität. Der Wettbewerb hat wichtige Impulse ausgelöst. Zwischen 2001 und 2003 sind die Teilnahmezahlen von 12 auf 64 gestiegen. In regionalen Jugendforen hat die Kantonale Jugendkommission im Herbst 2003 die Problematik der Gewalt im Alltag thematisiert, als Vorbereitung auf den Berner Jugend-Grossrat-Tag 2004. Dieses Thema, aber auch Fragen zur Integration werden die Kommission in Zukunft vertieft beschäftigen. Die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen manifestieren sich vorab in den Gemeinden. Eine wichtige Funktion kommt den Jugendbeauftragten zu. Eine Umfrage der KJK bei den bernischen Gemeinden hat ergeben, dass rund 125 von knapp 200 antwortenden Gemeinden Jugendbeauftragte bezeichnet haben. In 31 Gemeinden stehen dafür beruflich tätige Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter zur Verfügung, in sechs weiteren Gemeinden wird ein solches Angebot vorbereitet. Feste Gefässe für die Mitwirkung der jungen Generation (Jugendkommissionen, Jugendparlamente, Schülerinnen- und Schülerräte usw.) sind noch nicht weit verbreitet. In den Bezirken sind der BärnerJugendTag und pro juventute Träger von Aktivitäten der Jugendförderung. Die KJK strebt für die Zukunft eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und Regionen mit dem BärnerJugendTag und pro juventute an. Geprüft werden soll zudem die stärkere Vernetzung von Institutionen der Jugendförderung und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. |