Internationaler Kurs für den Schutz vor chemischen Kampfstoffen in Spiez

BERN. 37 Experten aus Griechenland und Äthiopien bilden sich in der Schweiz im Schutz vor Chemiewaffen aus. Der international einzigartige Kurs im ABC-Kompetenzzentrum der Schweizer Armee in Spiez dauert fünf Tage und wird am Freitag, 12. März 2004, mit der Zertifikatsübergabe abgeschlossen.

Die Schweiz organisiert diesen Ausbildungskurs für zivile und militärische Chefinstruktoren im Bereich des Schutzes vor Chemiewaffen bereits zum siebten Mal in Folge. Es besteht dabei eine enge Zusammenarbeit mit der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) in den Haag. Ausgebildet werden die 37 Teilnehmer durch Instruktoren der ABC-Abwehrschule (Atomare, biologische und chemische Waffen).

Der Kurs "Chief Instructor Training Programme (CITPRO)" ist Teil einer umfassenden Hilfeleistung der Schweiz im Rahmen von Artikel X des Chemiewaffenübereinkommens, welcher die Lieferung von Schutz-, Analyse- und Entgiftungsmitteln an Vertragsstaaten vorsieht, die durch Chemiewaffen angegriffen oder bedroht werden. Entsprechend werden die ausländischen Chefinstruktoren in praktischen Übungen mit der Handhabung und dem Gebrauch dieses Materials der Schweizer Armee vertraut gemacht.

Dieser Kurs ist weltweit einzigartig und ergänzt die ebenfalls von der Schweiz durchgeführten Ausbildungsprogramme für internationale Ausbilder im Bereich der Detektion von chemischen Kampfstoffen. Ingesamt haben bereits über 300 Teilnehmer aus 82 Nationen diese Kurse absolviert. Daneben bietet die Schweiz Ausrüstungen und medizinische Hilfe für den Schutz von 10'000 Zivilpersonen an. Weiter stehen schweizerische Expertenteams bereit, um Abklärungen vor Ort vorzunehmen und zusätzliche Ausbildung zu vermitteln.

Diese Angebote sind spezifische Beiträge des VBS zur Stärkung multilateraler Rüstungskontrollverträge und zur Umsetzung des sicherheitspolitischen Leitmottos "Sicherheit durch Kooperation".

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news box märz 2004