Kapazitätserhöhung der Rheinstrasse

LIESTAL. Zur Verbesserung der prekären Verkehrssituation an der Rheinstrasse zwischen Pratteln und Liestal hat die Bau- und Umweltschutzdirektion ein Konzept für eine Kapazitätsoptimierung erarbeitet. Sobald die verkehrspolizeilichen Anordnungen rechtskräftig sind, können die Massnahmen mit Kosten von rund 1 Mio. Franken durch das Tiefbauamt umgesetzt werden.

Knapp 44'000 Fahrzeuge belasten täglich die Rheinstrasse. Die Kantonsstrasse ist zu den Spitzenzeiten verstopft und teilweise auch tagsüber nur mit "stop and go" befahrbar. Diese Verkehrssituation zwischen Liestal und Füllinsdorf/Frenkendorf ist für die Automobilisten und Anwohner schon seit Jahren unbefriedigend. Mit verhältnismässig kostengünstigen Massnahmen ist der Kanton Basel-Landschaft bestrebt, den Verkehr auf der Rheinstrasse und damit den Stau in den Spitzenstunden zu reduzieren. An einem "Runden Tisch" wurden mit den betroffenen Gemeinden und Interessenverbänden die Planunterlagen besprochen und die Verkehrsführung, auch im Interesse der Gemeinden, optimiert. Die Ergebnisse können nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Grundsätzlich sieht das Konzept vor, den Verkehr von Liestal ab der Auffahrt Füllinsdorf bis zur Wölferkreuzung (Mifa/McDonalds) zweispurig zu führen, wobei alle Linksabbieger von und nach der Rheinstrasse aufgehoben werden. In der Gegenrichtung nach Liestal wird die Fahrbahn zweispurig bis nach der Wölferkreuzung (heute bis Baslerstrasse) geführt. Weitere Einzelmassnahmen - insbesondere ein provisorischer Kreisel am Knoten Mühlerainstrasse/Ergolzstrasse - sollen die neue Verkehrsregelung unterstützen.

Die vorgesehenen Massnahmen zielen auf eine "Verflüssigung des Verkehrs" und auf eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ab. Die Stausituationen werden zwar nicht ganz verschwinden, sich aber auf kürzere Zeiträume beschränken. Da mit dem Bau der Hauptstrasse H2 Pratteln-Liestal frühestens im Jahr 2006 begonnen werden kann und bis zu deren Inbetriebnahme weitere sechs Jahre vergehen, kann mit der neuen Verkehrsführung auf der Rheinstrasse ein wesentlicher Beitrag für den Stau-Abbau erzielt werden. Aufgrund von Nachuntersuchungen sollen die Wirksamkeit überprüft und allenfalls weitere Massnahmen in Erwägung gezogen werden.

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news box märz 2004