Meilenstein in der aargauischen Energiepolitik

AARAU. Die Auswirkung des Energiekonsums auf unsere Umwelt sowie die beschränkten Reserven an fossilen Energieträgern verlangen nach wirkungsvollen Massnahmen. Mit einem neuen Konzept will die Regierung deshalb die Energiepolitik der nächsten zehn Jahre entsprechend anpassen. Das Konzept geht am 17. März 2004 bei den politischen Parteien sowie verschiedenen interessierten Kreisen und Organisationen in die Anhörung. 

Dazu Peter C. Beyeler, Vorsteher des Baudepartements: „Mit diesem zukunftsweisenden Energiekonzept tragen wir den vielfältigen Entwicklungen im Energiebereich der letzten Jahre Rechnung und zeigen wirksame Lösungsansätze auf“. Ausgehend von übergeordneten Zielen wie der Reduktion des Ausstosses von Kohlendioxid (CO2) oder der Versorgungssicherheit im Strombereich, sind im Energiekonzept 2003 in mehreren Leitsätzen die Stossrichtungen für eine neue aargauische Energiepolitik festgelegt. Einige der vorgeschlagenen Massnahmen sind direkt umsetzbar, andere bedingen eine Gesetzesänderung oder eine Kreditsprechung durch die politischen Behörden. Ein Schwerpunkt im Energiekonzept 2003 liegt in der gezielten Förderung des Bauens und Modernisierens nach dem Minergie-Standard. Entsprechend zielen mehrere Massnahmen auf eine breitere Anwendung und Akzeptanz dieses Standards im Kanton Aargau. Zur Diskussion steht unter anderem die finanzielle Förderung von Sanierungen und Modernisierungen nach dem Minergie-Standard durch den Kanton. Als weiterer Schwerpunkt fordert das Energiekonzept 2003 die preiswerte und sichere Versorgung der Bevölkerung mit elektrischer Energie, wobei die Beteiligungen des Kantons bei der AEW Energie AG und der Axpo Holding AG eine wichtige Rolle spielen. So wird für den bedeutenden Wasserkanton Aargau auch eine Strategie für die Vergabe von Konzessionen definiert. Diese geht unter anderem davon aus, dass Wasserkraft als erneuerbare Energie eine gegenüber heute noch bedeutendere Rolle spielen wird.

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news box märz 2004