| Österreichs
Luftwaffe mietet 12 schweizerische F-5E "Tiger"
BERN. Um eine lückenlose Luftraumüberwachung bis zum Eintreffen der Eurofighter-Flotte zu gewährleisten, mietet die österreichische Luftwaffe von der Schweiz 12 F-5E "Tiger". Der Vertrag läuft über vier Jahre und kostet Österreich rund 14 Millionen Euro pro Jahr. Der österreichische Verteidigungsminister Günther Platter erklärte am Dienstag an einer Medienkonferenz in Wien, der Vertrag biete das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller geprüften Varianten. VBS-Chef Samuel Schmid zeigt sich befriedigt. Die rasche Abwicklung des Geschäfts zeige, wie gut die Beziehungen zwischen den beiden Verteidigungsministerien seien. Der Mietvertrag zwischen Österreich und der Schweiz umfasst neben den 12 F-5E die Logistik für eine Einsatz- und für eine Ausweichbasis und regelt Unterhalts- und Ausbildungsfragen. Die Einweisung des Betriebspersonals, die Lieferung der Logistik und die Umschulung der ersten vier österreichischen Piloten soll bis Ende Juni 2004 abgeschlossen sein. Am 1. Juli 2004 sollen die ersten vier "Tiger" mit österreichischen Hoheitszeichen abgeliefert sein. Vor den Medien wies Verteidigungsminister Platter darauf hin, dass die Draken-Flotte bis Ende 2005 stillgelegt werden müsse. Um eine sichere und lückenlose Überwachung des österreichischen Luftraumes bis zum Eintreffen der Eurofighter 2007 zu gewährleisten, habe er eine Übergangslösung suchen müssen. Mit dem F-5E-Paket habe er jene Lösung gefunden, die mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller geprüften Varianten biete. Die geografische Nähe zur Schweiz biete grosse Vorteile in der logistischen Unterstützung. Überdies mache die einfache Konzeption des amerikanischen Flugzeuges einen raschen Umstieg der österreichischen Piloten möglich. |