Gemeindestrukturreform: Projektleiter ernannt

GLARUS. Der Kanton und die Gemeinden planen ihre gemeinsame Zukunft. Der Regierungsrat beschloss im Frühjahr 2003 die Gemeindestrukturen zu optimieren. Mit dem Projektkredit von maximal 250'000 Franken legte der Landrat im Januar 2004 dazu die Basis und gab gleichzeitig den Start zu einem kantonalen Strukturerneuerungsprojekt frei. Die Projektorganisation ist aufzubauen und die Arbeit so rasch als möglich aufzunehmen.

Der Regierungsrat bestimmte den Projektleiter für den Reformprozess. Mit Dr. Fritz Schiesser, Haslen, konnte ein erfahrener Fachmann gewonnen werden, der mit unseren besonderen Verhältnissen bestens vertraut ist. Zu seiner zeitlichen Entlastung vor allem während seines Präsidialjahres im Ständerat wird die Projektleitung mit einer Vertretung aus dem Projektteam und durch die Verwaltung unterstützt.

Nächster Schritt wird die Besetzung des Projektteams sein. Dieses wird Arbeitsgruppen einsetzen, für die Erteilung der nötigen Aufträge, für die Termine, die Kosten und das Ergebnis verantwortlich sein. Die Einbindung der politischen Parteien und der „opinion leader“ ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen dieses wichtigen und komplexen Projektes. Es ist von grösster Bedeutung, dass die Entscheidungsträgerinnen und –träger eine zukunftsgerichtete Strategie betreffend Aufgabenteilung und Strukturüberarbeitung mittragen. So werden folgende Interessenkreise für die aktive Mitarbeit angeschrieben (Vertreter im Projektteam): Gemeindepräsidentenkonferenz Ortsgemeinden (3), Schulpräsidentenkonferenz (2), Fürsorgepräsidentenkonferenz (1), Vormundschafts-behördenverband (1), FDP (1), SVP (1), CVP (1), SP (1), Grüne (1), Glarner Handelskammer (1), Region Glarner Hinterland und Sernftal (1), Region Sarganserland und Walensee (1), Gemeindeschreiber- und Finanzverwalterverband der Glarner Ortsgemeinden (je 1), Finanzverwalterverband Glarner Schulgemeinden (1). Weitere unabhängige, innovative Persönlichkeiten sowie Kritiker und allfällige Gegner werden individuell beigezogen. Die Einbindung möglichst vieler Interessengruppen bietet für nachhaltige und tragfähige Lösungen Gewähr.

Der landrätliche Auftrag „in drei Schritten zum Ziel“ ist sowohl in Bezug auf die Zielvorgaben als auch auf die vorgesehenen Termine ambitiös. Vorerst soll der Memorialsantrag von Jakob Schiesser, Linthal, der Landsgemeinde 2005 vorgelegt werden. An der Landsgemeinde 2006 werden die Stimmberechtigten den Grundsatzentscheid fällen und – bei Annahme – den Umsetzungsauftrag erteilen.

Direktionsverteilung nach der Landsgemeinde 2004

Die verbleibenden Mitglieder des Regierungsrates haben sich mit dem neugewählten Regierungsrat Rolf Widmer über die Zuteilung der Direktionen ausgesprochen. Es ist folgende Direktionsverteilung nach der Landsgemeinde 2004 vorgesehen: - Der bisherige Vorsteher der Direktion für Landwirtschaft, Wald und Umwelt, Landammann Jakob Kamm nimmt einen Direktionswechsel vor und übernimmt die Erziehungsdirektion; - Der neugewählte Rolf Widmer übernimmt die freiwerdende Direktion für Landwirtschaft, Wald und Umwelt; - Alle übrigen Mitglieder des Regierungsrates verbleiben in ihren bisherigen Direktionen.

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news box märz 2004