Vorzeitige Beendigung der Aktion "Spray away" 

LIESTAL. Der Regierungsrat hat dem Landrat eine Vorlage überwiesen zur Beendigung der Aktion "Spray away" auf Mitte 2004. Die Aktion war im Juni 2001 vom Landrat zur Eindämmung der Sprayereien an kantonseigenen Objekten und Einrichtungen beschlossen worden. Der Regierungsrat beabsichtigte damals aus Gründen der Tourismusförderung vor dem Eidgenössischen Turnfest sowie wegen verbreiteten Unbehagens in der Bevölkerung Sprayereien konsequent zu beseitigen. Der Landrat hatte dafür im Juni 2001 den Betrag von Fr. 2'536'000.-- für erstmalige Reinigung und Schutzmassnahmen sowie von jährlich Fr. 701'000.-- für maximal drei Jahre zur Instandhaltung bewilligt.

Infolge der angespannten Finanzlage hat der Regierungsrat jetzt beschlossen, die ursprünglich auf drei Jahre angesetzte Aktion bereits auf Mitte 2004 zu beenden. Die wesentlichen Punkte des Landratsbeschlusses vom Juni 2001 sind erfüllt. Dank eines kostengünstigen Schutzsystems und wegen der restriktiven Auswahl der Objekte wird der Brutto-Kredit um ca. Fr. 650'000.-- bei den Erstbeschichtungen und um ca. Fr. 1'410'000.-- bei der Instandhaltung unterschritten. Der erreichte Stand sollte trotz eingeschränkter Mittel im Rahmen der ordentlichen Unterhaltsaufgaben erhalten werden können.

Entlang der Hochleistungsstrassen sowie entlang des gesamten Kantonsstrassennetzes sind sämtliche im Unterhaltsbereich des Kantons stehenden und versprayten Objekte erfasst und die entsprechenden Schutzmassnahmen festgelegt worden. 89 Objekte wurden im Winter 2001/2002 begrünt. 261 weitere Objekte sind im 1. Halbjahr 2002 mit zwei unterschiedlichen Schutzsystemen behandelt worden. Der Unterhalt an den geschützten Objekten begann unmittelbar nach der Erstbeschichtung. Zwei begrünte Objekte sind durch Zerstörung der Pflanzen beschädigt worden. Bis Ende 2003 sind insgesamt 239 Sprayattacken auf geschützte Objekte festgestellt worden.

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news box mai 2004