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Lehrstellensituation: kein Grund zur Entwarnung ZÜRICH. Die Situation für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist in diesem Frühjahr weiterhin angespannt. Über 2000 Jugendliche suchen noch Lehrstellen, Anlehrstellen und Praktikumsplätze. Ausbilden ist auch im Verbund mit anderen Lehrbetrieben möglich. Der Kanton weist verstärkt auf diese Möglichkeit hin. Die gute Nachricht zuerst: Für den Lehrbeginn im August 2004 sind bis Ende April bereits rund 6900 Lehrverträge registriert worden. Das sind fast 9 Prozent mehr als Ende April 2003. Allerdings wurden viele Lehrstellen schneller besetzt und die Lehrverträge schneller genehmigt als im Vorjahr. Die kaufmännischen Lehrstellen wurden zum Beispiel deutlich schneller vergeben, weil im Vorjahr die KV-Reform noch weit ins Frühjahr hinein zu Verzögerungen und Zurückhaltung führte. Einen bleibenden Zuwachs dürften die Verkaufsberufe und der neue Beruf Fachangestellte/r Gesundheit verzeichnen. Die Anzahl insgesamt gemeldeter Lehrstellen bewegt sich mit rund 9600 ungefähr auf Vorjahresniveau. Davon waren Ende April noch rund 1040 im kantonalen Lehrstellennachweis LENA als offen verzeichnet. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitpunkt noch 300 mehr. Der Grossteil der offenen Lehrstellen betrifft Berufe in Industrie und Handwerk (480), Verkaufsberufe (180) und Büroberufe (100). Über 2000 Jugendliche suchen noch Wie eine Umfrage des Amtes für Jugend und Berufsberatung in den Abschlussklassen im März ergeben hat, haben von den rund 13'000 Jugendlichen, die im Sommer die Schule, ein 10. Schuljahr oder ein Motivationssemester verlassen, rund 80 Prozent eine Anschlusslösung gefunden: eine Lehrstelle, eine weiterführende Schule oder einen Platz in einem Zwischenjahr. Anfang Mai dürften noch über 2000 Jugendliche am Suchen sein. Sie stammen zum grösseren Teil aus einem 10. Schuljahr oder aus der Sekundarstufe B und C. Ihre Lage ist insgesamt gleich schwierig wie im Vorjahr, was auch durch Rückmeldungen aus den Berufsberatungsstellen bestätigt wird. Eine hohe Anzahl erfolgloser Bewerbungen führt bei den betroffenen Jugendlichen oft zu Mutlosigkeit. |