|
Erfolgreiche Sparanstrengungen im Spitalbereich BERN. Die Spitalschliessungen und weitere Massnahmen im Spitalbereich zeigen Wirkung: Die Kostensteigerung im Gesundheitsbereich konnte um jährlich rund 85 Millionen Franken verringert werden. Dies hält der Regierungsrat des Kantons Bern in seiner Antwort auf einen Vorstoss aus dem Grossen Rat fest. Über die Auswirkungen der Sparanstrengungen informierte Regierungsrat Samuel Bhend, Gesundheits- und Fürsorgedirektor, an einem Mediengespräch. In den letzten 15 Jahren hat sich die bernische Spitallandschaft deutlich verändert: Insgesamt sind 1260 Betten abgebaut und 19 Abteilungen geschlossen worden, zwei Bezirksspitäler haben ihren Betrieb als Akutspitäler eingestellt und fünf Bezirksspitäler sind von der Landkarte gestrichen worden. Damit hat der Kanton Bern Überkapazitäten abgebaut. Zudem steuert der Kanton das Angebot seit 1999 über Leistungvereinbarungen mit den Spitälern. All diese Massnahmen zeigen Wirkung. Die Kostensteigerung im Gesundheitsbereich konnte um rund 85 Millionen Franken jährlich verringert werden. Dies sagte Regierungsrat Samuel Bhend, Gesundheits- und Fürsorgedirektion, heute Freitag (5. November 2004) an einem Mediengespräch. Die Abklärungen der Gesundheits- und Fürsorgedirektion bilden die Grundlage für die Antwort des Regierungsrates auf eine Interpellation aus dem Grossen Rat unter dem Titel „Lehren für die Zukunft aus den Spitalschliessungen“. Die strukturellen Anpassungen sind angesichts der massiv steigenden Gesundheitskosten dringend erforderlich gewesen, wie Regierungsrat Samuel Bhend aufzeigte. Nur so konnte der Kostenanstieg gedämpft werden, da in der gleichen Zeit der stetige medizinische Fortschritt, die immer komplexer werdenden Krankheitsbilder und Behandlungen, die steigenden Ansprüche der Patientinnen und Patienten und die Einführung der 55-Stunden-Woche für die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sowie die Lohnerhöhungen für das Pflegepersonal zur Verbesserung der Arbeitssituation Mehrkosten verursachten. Die gezielten Eingriffe in die Spitalstruktur bringen nicht nur eine finanzielle Entlastung, sie tragen auch zur Sicherung der Qualität der medizinischen Leistungen bei. Nur so können die Spitäler medizinisch, technisch und personell auf dem aktuellen Stand der Entwicklung gehalten werden. Dies ist laut Regierungsrat Samuel Bhend eine Voraussetzung um das Ziel zu erreichen: eine qualitativ gute Spitalversorgung zu einem vernünftigen Preis für die gesamte Bevölkerung des Kantons Bern. |