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Gewaltausbrüche in der Côte d'Ivoire Konfliktherd Westafrika Die Spaltung der Côte d’Ivoire beeinträchtigt die soziale, politische und wirtschaftliche Entwicklung von ganz Westafrika. Die DEZA strebt deshalb eine regionale Planung ihrer Aktivitäten an. BERN. Während im Norden der Elfenbeinküste Rebellen das Sagen haben, kontrollieren die Regierungstruppen den Süden. Auseinandergehalten werden die Parteien von UNO-Truppen und französischen Elitesoldaten. Die Präsenz der UNO ist in Côte d'Ivoire wie auch in Liberia und Sierra Leone der Schlüssel zum fragilen Frieden: rund 30'000 UNO-Soldaten sorgen für eine trügerische Ruhe in der Region. Wegen des schwelenden Konfliktes ist der Transitkorridor in den Norden nicht mehr befahrbar - mit negativen wirtschaftlichen Konsequenzen für die Staaten im Norden. Die jüngste Eskalation hat die Instabilität Westafrikas erneut in Erinnerung gerufen. Die möglichen Folgen für die Umliegerstaaten sind gravierend: Es wird damit gerechnet, dass rund drei Millionen Gastarbeiter allein aus Burkina Faso in der ivorischen Landwirtschaft tätig sind, insgesamt muss von über sechs Millionen potenziellen Flüchtlingen ausgegangen werden. Sollte der Konflikt erneut aufflammen, wären die Heimatstaaten mit der Rückkehr ihrer Gastarbeiter überfordert. Nach Schätzungen der UNO sind bereits über 20'000 Menschen nach Liberia geflohen: das Gebiet an der ivorischen Grenze ist für Lastwagen nicht zugänglich, eine grössere humanitäre Aktion damit undenkbar. Ein unheilvolles Potenzial bilden in Liberia und Sierra Leone rund 175'000 ehemaligen Kämpfer, unter ihnen viele Kindersoldaten. Bricht in der Côte d'Ivoire der Konflikt auf, könnten sie, vom hohen Sold angelockt, erneut zum Einsatz kommen. In Benin, das als sicheres Land und Fluchtroute gilt, haben die sozialen Unruhen mit der Rückkehr und der Durchreise von Flüchtlingen bereits zugenommen. Vorbereitungen der DEZA Weil die DEZA in den letzten zwei Jahren in der Krisenprävention aktiv war, kann sie in Westafrika auf ein gutes Partnernetzwerk zurückgreifen: sie ist in stetem Kontakt mit UNO-Organisationen, IKRK, Médecins sans Frontières und Action Contre la Faim. Ausserdem trifft die DEZA Massnahmen, um die humanitären Bedürfnisse in der Côte d'Ivoire und den Nachbarländern abdecken zu können. Wie schon nach dem Ausbruch des letzten Krieges im September 2002, kann sie in ihren Partnerländern Burkina Faso, Niger und Mali den Empfang und die Versorgung einer grossen Zahl von Flüchtlingen unterstützen. Die drei Kooperationsbüros der Schwerpunktländer der DEZA werden im Bedarfsfall mit erfahrenen humanitären Experten verstärkt. Auch das Welternährungsprogramm WFP und das UNHCR können mit Personaleinsätzen unterstützt werden. Spezialisten des SKH mit entsprechenden Profilen sind bereits vorsorglich alarmiert worden. |