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Impf-Patenschaft: Ein Akt der Solidarität BERN. Ein neue Art der Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Gesundheit BAG und UNICEF Schweiz, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat zum Ziel, Impfungen bei uns zu einem Akt der Solidarität mit den Entwicklungsländern zu erklären. Mit den „Impf-Patenschaften“ können Eltern, die ihre Kinder in der Schweiz impfen lassen, einen Beitrag zu den weltweiten Impfkampagnen von UNICEF leisten. Diese Zusammenarbeit, die anlässlich des Tags der Kinderrechte lanciert wird, stellt zugleich eine konkrete Unterstützung des weltweiten Kampfes gegen gewisse vermeidbare Krankheiten dar sowie ein Mittel, das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen in der Schweiz und in der übrigen Welt zu fördern. Jährlich werden 34 Millionen Säuglinge nicht geimpft, und 2 Millionen Kleinkinder sterben an Krankheiten, die mit Impfungen vermieden werden könnten. Der Zugang zu Impfungen stellt gemäss UNICEF ein Grundrecht der Kinder dar, um das es aber in vielen Gegenden der Welt schlecht bestellt ist. Impfungen bei uns zu einem solidarischen Akt mit den Entwicklungsländern zu erklären, wirft ein zusätzliches Licht auf deren Bedeutung und weist auf die enorme Wichtigkeit des weltweiten Kampfes gegen gewisse Krankheiten hin. Die Impf-Patenschaften bringen uns die Entwicklungsländer näher und verdeutlichen, dass gewisse Krankheiten, die bei uns gefährlich sein können, anderswo oftmals tödlich enden. Weltweite Impfaktionen sind deshalb von grosser Bedeutung. Das Projekt ist schlank organisiert. Die Aktion beruht auf Information und freiwilligen Beiträgen. Das Vorgehen ist einfach: Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, erhalten von der Kinderärztin oder vom Kinderarzt einen Flyer des Schweizerischen Komitees für UNICEF und einen Einzahlungsschein. Eine Kinderimpfung in einem Entwicklungsland zur Vermeidung der wichtigsten Krankheiten (Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Tuberkulose) ist nicht nur wirksam, sondern kostet auch wenig: nämlich nur rund einen Franken. Die Lancierung dieser „Impf-Patenschaft“ erfolgt am Tag der Kinderrechte vom 20. November. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 von der Weltversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und von der Schweiz 1997 ratifiziert. Die Konvention postuliert, dass jedes Kind das Recht hat, gesund aufzuwachsen – ein Grundrecht, das UNICEF weltweit umsetzen will. 2002 engagierte sich die UNICEF beispielsweise in mehr als 250 Impfkampagnen, von denen rund 500 Millionen Kinder in 93 Ländern profitierten. Die weltweiten Aktivitäten, an denen sich auch die Schweiz beteiligt, haben zur Ausrottung der Pocken beigetragen. Bald wird auch die Kinderlähmung besiegt sein und, sofern die Bemühungen koordiniert werden, auch die Masern, die heute noch jedes Jahr zu mehr als 600’000 Todesfällen führen. |