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Wachstum der Schweizer Wirtschaft BERN. Die bis zum Frühjahr 2004 kräftige Expansion der Weltwirtschaft hat seither in allen wichtigen Regionen an Tempo eingebüsst. Während in den USA das Wachstum trotz Verlangsamung nach wie vor lebhaft verläuft, schwächte sich die eben erst in Gang gekommene Erholung im Euroraum im 3. Quartal bereits wieder ab. Im Verlauf von 2005 dürfte die Weltwirtschaft die dämpfenden Ölpreiseffekte allmählich überwinden und ein solides Wachstum im Bereich des Potenzials erreichen. Die Konjunktur im Euroraum sollte sich wieder festigen, doch bildet die noch immer verhaltene Binnenkonjunktur ein Risiko. Die Schweizer Wirtschaft konnte im 3. Quartal ihr Wachstumstempo zwar unverändert beibehalten (+0,4% gegenüber dem Vorquartal, ohne Hochrechnung auf Jahresbasis), doch verlief die Expansion weniger breit abgestützt als vor der Jahresmitte. Während die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen deutlich zunahmen und das Wachstum der Warenexporte trotz des leicht ungünstigeren weltwirtschaftlichen Umfelds noch relativ robust blieb, kühlte sich die private Konsumnachfrage, nach lebhafter Expansion im ersten Halbjahr, merklich ab. Belastend dürften dabei die noch unverändert schwache Arbeitsmarktentwicklung und die damit verbundene Verunsicherung gewirkt haben. Für 2005 wird mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Expansion in der Schweiz gerechnet. Damit bleiben die Aussichten für eine allmähliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage intakt. Die Beschäftigung dürfte zeitlich verzögert im Verlauf von 2005 zunehmen und den privaten Konsum stützen. Vor dem Hintergrund der zuletzt schwächeren Entwicklung des privaten Konsums sind anhaltend positive Impulse vom Aussenhandel von erhöhter Bedeutung. Das Negativrisiko einer länger anhaltenden Abkühlung im Euroraum, welche die schweizerische Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen würde, hat sich in den letzten Monaten aufgrund mehrheitlich enttäuschender Konjunkturdaten etwas erhöht. Die private Konsumnachfrage in der Schweiz dürfte wegen der noch nicht verbesserten Beschäftigungssituation vorerst anfällig bleiben. Ein fortgesetzter Kursverfall des US-Dollars würde das Wachstum im Euroraum und in der Schweiz zusätzlich bremsen, doch ist eine anhaltende Dollarschwäche trotz des hohen US-Ertragsbilanzdefizits keineswegs zwingend. So könnte der Dollar durch das, im Vergleich zu Europa, voraussichtlich weiterhin höhere Wirtschaftswachstum und stärker steigende Zinsen in den USA gestützt werden. Daneben bleiben die Erdölpreise ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Allerdings wird das Risiko nicht mehr nur in Richtung weiter steigender Notierungen gesehen. Wie der rasante Preisrückgang um fast 10 Dollar in der ersten Novemberhälfte unterstreicht, könnten die Ölpreise im Fall nachlassender Marktverunsicherung erheblich schneller und stärker sinken als angenommen und damit der Konjunktur in den ölimportierenden Ländern 2005 willkommenen Rückenwind verleihen. |