41 Offiziere aus 20 Nationen in der Militärbeobachterausbildung im Grossraum Stans

BERN. Vom 11. bis zum 29. Oktober findet im Grossraum Stans/NW der 13. Schweizer Militärbeobachterkurs statt. Schweizer und internationale Instruktoren bilden die Offiziere, normalerweise ab Rang eines Hauptmanns, zu UNO-Militärbeobachtern aus. Das Kommando für diesen Kurs obliegt dem Ausbildungszentrum SWISSINT.

Während der nächsten drei Wochen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Besonderheiten der Aufgabenschwerpunkte "Observing (Beobachten)", "Reporting (Rapportieren)", "Patrolling (Patrouillieren)" und "Negotiation (Verhandeln)". Die Auffrischung medizinischer Grundkenntnisse, Geländefahrschule, Übermittlungstechniken, Funksprechregeln und Lektionen über die UNO runden die Ausbildung ab. Kurssprache ist ausschliesslich Englisch

Militärbeobachter sind stets unbewaffnet. Sie werden landläufig als "Blaumützen" bezeichnet und gelten als "Augen und Ohren" der jeweiligen UNO-Mission. Voraussetzungen für eine Militärbeobachtermission sind ein klar definiertes Mandat, das Einverständnis der ehemaligen oder möglichen Kriegsparteien, das Einverständnis der Truppen stellenden Staaten und eine gesicherte Finanzierung.

Zur Zeit stehen 20 Schweizer Offiziere als UNO-Militärbeobachter im Einsatz: zehn im Nahen Osten (UNTSO), vier in Georgien (UNOMIG), zwei in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC) und vier in Eritrea/Äthiopien (UNMEE).

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