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Grippeimpfung für mehr Lebensqualität im Alter "Dabei sein und mitmachen" - dies ist Botschaft der diesjährigen Nationalen Grippepräventionskampagne, die im Zeichen der Lebensqualität im Alter steht. Die Grippe ist keine harmlose Krankheit. Sie kann bei Risikopersonen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zur Folge haben. Am 29. Oktober 2004 findet erstmals ein Nationaler Grippeimpftag statt, der auf Initiative der Organisationen der Hausärztinnen und Hausärzte lanciert wurde. An diesem Tag besteht in vielen Arztpraxen die Möglichkeit, sich ohne vorherige Anmeldung impfen zu lassen. BERN. Mehrere Studien belegen die Bedeutung der Grippeimpfung für den Erhalt der Lebensqualität von älteren Personen. Im Herbst 2003 haben sich nahezu 60% der Personen über 65 Jahre gegen die Grippe impfen lassen. Die Evaluation der Kampagne 2002 und die Ergebnisse der Erhebungen der Jahre 2002 und 2003 zeigen hingegen, dass die Impfrate bei der Altersgruppe zwischen 66 und 70 Jahren deutlich tiefer liegt. Deshalb sollen mit der Kampagne 2004 unter dem Motto "Dabei sein und mitmachen" aktive und gesunde Seniorinnen und Senioren ermutigt werden, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Die neuen Slogans und Plakate thematisieren den Erhalt der Lebensqualität und die Selbstständigkeit, Werte, die bei diesen Personen hoch im Kurs stehen. Die Nationale Grippepräventionskampagne zielt zudem darauf ab, die Grippeprävention bei Menschen mit chronischen Erkrankungen und beim Medizinal- und Pflegepersonal zu fördern. Die Ärzteschaft sowie die Apothekerinnen und Apotheker nehmen bei der Förderung der Grippeimpfung eine zentrale Funktion ein. Aus der Gesundheitsbefragung 2002 des Bundesamts für Statistik geht hervor, dass nur eine Minderheit der Seniorinnen und Senioren unter 70 Jahren regelmässig zum Arzt geht. Deshalb haben das Kollegium für Hausarztmedizin, die Schweizerischen Gesellschaften für Allgemeinmedizin, für Innere Medizin und für Pädiatrie (SGAM, SGIM, SGP), die Vereinigung der praktischen Ärztinnen und Ärzte (FMP) und die FMH beschlossen, einen Nationalen Grippeimpftag einzuführen. An diesem Tag, der erstmals am 29. Oktober 2004 stattfindet, besteht die Möglichkeit, sich in vielen Arztpraxen ohne Voranmeldung impfen zu lassen. Sollte dieser Tag einen festen Platz im Präventionsangebot der Ärzteschaft erhalten, kann er auf kostengünstige Weise zu einer nachhaltigen Grippeprävention beitragen. Nähere Informationen erhalten die Bevölkerung und die Kundinnen und Kunden der Grundversorgerinnen und Grundversorger, die sich am Nationalen Grippeimpftag beteiligen, via lokale Medien und Plakate in den Praxen. Die Grippe ist keine harmlose Krankheit: Jedes Jahr verursacht sie zwischen 100 000 und mehr als 300 000 Krankheitsfälle, ist verantwortlich für 1000 bis 5000 Hospitalisierungen und hat je nach Intensität der Epidemie zwischen 400 und 1000 Todesfälle zur Folge. Der Grippeimpfstoff, der jährlich den zirkulierenden Viren angepasst wird, schützt gegen das Influenzavirus, nicht aber gegen Husten und Erkältungen anderer Herkunft, die in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen verlaufen. Das BAG empfiehlt die Grippeimpfung für Personen über 65 Jahre, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie das Medizinal- und Pflegepersonal. Die Impfung ist jedes Jahr, idealerweise zwischen Mitte Oktober und Mitte November, zu erneuern. |