Drei Attentate in Ägypten

BERN. Auf der Sinai-Halbsinsel, in Taba und Rasel Shaitani, fand die blutigste Serie von Attentaten statt. Bei den drei Anschlägen in den Badeorten sind mindestens 30 Menschen getötet und 150 verwundet worden. Die Opfer stammten zum grössten Teils aus Israel.

Die folgenschwerste Tat wurde in der Nacht zum Freitag auf das Hotel Hilton begangen. Ein Lastwagen mit 100 Kilogramm Sprengstoff-Ladung fuhr direkt in die Hotelhalle und ging in Flammen auf. Zeitgleich mit dem Einstürzen des zehnstöckigen Komplexes sprang sich ein zweiter Attentäter im vier Sterne Hotel in die Luft.

Fast parallel ereigneten sich weitere zwei Anschläge. Diese richteten sich gegen Restaurants im südlich von Taba gelegenen Rasel Shaitani.

Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten verurteilt mit grossem Nachdruck die ausgeübten Anschläge in Ägypten und fordert alle Parteien auf, für die Sicherheitsregelung im Nahen Osten den Dialog wieder ins Rollen zu bringen.

Für die EDA gibt es keine Entschuldigung für ein solches blutiges Vergehen. Auch sonst werden die Anschläge weltweit aufs schärfste verurteilt.

Die israelische Regierung macht für die Anschläge die Al-Qaida verantwortlich. Aus der Sicht des palästinensischen Präsidenten Yasir Arafat ist die israelische Besatzungspolitik verantwortlich für die blutigen Taten in der Gegend.

Mehrere Gruppen bekannten sich zu den Attentaten, jedoch wird an der Wahrhaftigkeit der Meldungen gezweifelt. Die Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Jihad lehnten die Verantwortung für die Anschläge ab.

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news box oktober 2004