Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei ermitteln gegen italienisch-schweizerische Zigarettenmafia

Am Dienstag haben Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens eine Polizeiaktion in den Kantonen TI, JU, VD und SG durchgeführt und dabei aufgrund des Verdachts der Unterstützung einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei sieben Personen verhaftet.

BERN. Das Vorgehen der Strafverfolgungs- und Polizeibehörden des Bundes steht im Rahmen eines bereits vor einigen Monaten eröffneten gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Personen.

In Zusammenarbeit mit Spezialisten der kantonalen Polizeikorps haben die Bundesanwaltschaft und die Bundeskriminalpolizei am Dienstag an mehreren Orten in den Kantonen Tessin, Jura, Waadt und St. Gallen rund zwanzig Hausdurchsuchungen in Firmensitzen und Privatdomizilen durchgeführt und eine grössere Anzahl von Unterlagen und Vermögenswerten beschlagnahmt. Mehrere Personen wurden einvernommen, sieben Beschuldigte verhaftet.

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um schweizerische und ausländische Staatsangehörige grösstenteils mit Wohnsitz in der Schweiz. Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einer kriminellen Organisation anzugehören bzw. diese unterstützt zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre Geldwäscherei in Milliardenhöhe (sFr) betrieben zu haben. Die Ermittlungen werden im Kontext der Aktivitäten internationaler krimineller Organisationen, die im Verdacht stehen ihre Erlöse aus verbrecherischen Tätigkeiten (u. a. Drogen- und Waffenhandel) in Zigaretten investiert und derart Geldbeträge in Milliardenhöhe gewaschen zu haben, geführt.

Die komplexen gerichtspolizeilichen Ermittlungen dauern an. Mit Rücksicht auf deren Verlauf ist es den Ermittlungsbehörden zur Zeit nicht möglich, weitere Angaben zum Vorgehen und namentlich zu den Strafverfolgungsbehörden des Bundes vorliegenden Erkenntnissen bekanntzugeben.

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