Ergebnisse der Personalbefragung 2004 im VBS

Die Departementsleitung des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport  hat an ihrer Sitzung vom 29./30. August 2004 von den Ergebnissen der Personalbefragung 2004 im VBS Kenntnis genommen und diese diskutiert. Die Resultate sind nur unwesentlich schlechter als bei der letzten Befragung im Jahr 2000.

BERN. Die Departementsleitung VBS hat die Ergebnisse der Personalbefragung für das ganze VBS an ihrer Sitzung vom 29./30. August 2004 ausführlich diskutiert und das weitere Vorgehen festgelegt. Trotz der schwierigen Veränderungsprozesse im VBS darf festgestellt werden, dass die Ergebnisse für das VBS in vielen Befragungspunkten nur wenig schlechter ausgefallen ist sind als in der gesamten Bundesverwaltung. Dies lässt hoffen, dass nach Abschluss der Migration und der Konsolidierung der neuen Prozesse und Strukturen die Arbeitszufriedenheit wieder zunehmen dürfte.

Die Rücklaufquote von 40% fiel etwas tiefer aus als in der letzten Befragung im Jahr 2000. Sie gilt dennoch als repräsentativ und sehr aussagekräftig.

Die wichtigsten Ergebnisse für das ganze VBS sind: Seit der letzten Personalbefragung im Jahr 2000 ist die Zufriedenheit in keinem Punkt gestiegen aber auch nicht deutlich gesunken. Gesunken sind die Werte bezüglich der Arbeitsplatzsicherheit, des Verhältnisses Berufs-/ Privatleben, des Ausmasses an nervlicher Belastung, der Aufstiegs-/Entwicklungsmöglichkeiten und der Mitsprachemöglichkeit. Diese Veränderungen in der Zufriedenheit sind ein klarer Ausdruck des aktuellen und tiefgreifenden Wandels im VBS. Umso mehr erstaunt, dass die generelle Zufriedenheit bei einem Wert von 4.2 Punkten und damit nur 0.1 Punkte unter dem Wert des Jahres 2000 und ebenfalls nur 0.1 Punkte unter dem Wert 2004 der Bundesverwaltung liegt. Mögliche Gründe dafür können die in den letzten Jahren eingeleiteten Massnahmen im Bereich der Personalführung sein.

Auffallend ist aber die Zunahme bei der Resignation der Mitarbeitenden. Seit der ersten Personalbefragung im Jahr 1997 ist sie stetig angestiegen. 22% der Mitarbeitenden müssen aktuell als resigniert bezeichnet werden. Sie glauben nicht (mehr) an effektive Veränderungen und an die Botschaften der Führung zum Wandel. Diese Haltung erklärt sich u.a. mit den Unsicherheiten und Ängsten, die durch die Dynamik der Veränderungsprozesse und die teilweise ungenügende Kommunikation der Veränderungsziele ausgelöst wurden.

Der Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und der Motivation der Mitarbeitenden ist im Arbeitsalltag ein besonderes Augenmerk zu schenken. Dazu gehören beispielsweise der Einbezug der Mitarbeitenden in Entscheidungsprozesse, der Respekt und die Toleranz in den Teams sowie klare Informationen über die Entwicklung des eigenen Arbeitsbereichs. Am wichtigsten ist aber, dass alle Mitarbeitenden und Kader wieder klare Perspektiven für ihr Berufsleben im VBS haben.

Die rund 13000 Mitarbeitenden des VBS wurden am 31. August 2004 über die Ergebnisse informiert.

In den nächsten Wochen werden die Resultate der Departementsbereiche analysiert und den Mitarbeitenden kommuniziert. Anschliessend werden in den Departementsbereichen Massnahmen erarbeitet und eingeleitet.

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