Drei Millionen Franken für die Inlandhilfe aus dem Lotteriefonds

Der Regierungsrat hat für die Inlandhilfe für das Jahr 2004 Beiträge in der Höhe von insgesamt drei Millionen Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt. Berücksichtigt werden dabei 15 Projekte aus den Kantonen Graubünden, Tessin und Uri. Mit den Projekten will der Kanton die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Berggebieten verbessern, Natur- und Umweltschutzprojekte unterstützen und darüber hinaus ein Zeichen der Solidarität setzen.

ZUERICH. Der Kanton Zürich unterstützt in diesem Jahr primär Natur- und Umweltschutzprojekte sowie Vorhaben zur Kulturförderung.

Die Meliorationskommission Val Müstair erhält 400'000 Franken für die Revitalisierung des Rombaches im Münstertal, Graubünden. Im Rahmen des Projektes wird auch ein in den Vierziger Jahren gefällter Auenwald wieder aufgeforstet. Die Revitalisierung dieses Hauptbaches des Tales stellt eine ökologische Aufwertung dar.

300'000 Franken gehen an den Ausbau der Burg Riom im Oberhalbstein im Kanton Graubünden. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg ist ein Wahrzeichen des Oberhalbsteins und eine der wichtigsten mittelalterlichen Burganlagen Graubündens. Darin soll ein moderner Raum für Theater und Kulturveranstaltungen entstehen. Das von der ganzen Region getragene neue Kulturzentrum soll gemäss Konzept überregionale beziehungsweise sogar internationale Bedeutung erhalten. Im Zentrum stehen Theaterproduktionen, die hier erarbeitet und aufgeführt werden.

Den Betrag von 250'000 Franken erhält die Stiftung Karl Jauch für die Restaurierung des Suworow-Hauses in Altdorf. Der 1550 erbaute, spätgotische Repräsentationsbau ist das älteste und wertvollste Bürgerhaus im Kanton Uri. Bei der Restaurierung steht vorderhand der Erhalt der bedrohten Bausubstanz im Vordergrund. Ein Teil der Räume soll öffentlich zugänglich werden.

Im Maggiatal wird die Renovation von Alpställen im Val di Prato mit 100'000 Franken unterstützt. Mit der Sanierung von Alpställen entstehen einfachste Übernachtungsmöglichkeiten. Die Bauten zeugen noch von der traditionellen alpwirtschaftlichen Nutzung. Ebenfalls ins Tessin fliesst ein Betrag von 150'000 Franken für den Erhalt der Kulturlandschaft Comologno im Onsernone-Tal. Das Projekt hat zum Ziel, durch die Sanierung von landwirtschaftlichen Gebäuden, Trockenmauern, Wegen und Brunnen sowie durch die Entbuschung von eingewachsenen Weiden das Tal für Landwirtschaft, Tourismus und Gesellschaft attraktiver zu gestalten.

Verschiedene weitere Projekte erhalten Beiträge zwischen rund 100'000 und 250'000 Franken. Hauptpartner des Kantons bei der Inlandhilfe sind die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden, die Schweizer Berghilfe, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und die Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz.

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news box september 2004