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Teilzonenplanrevision sollen neuen Wohnraum ermöglichen Der Regierungsrat die Vorlage zur Teilrevision des Basler Zonenplans an den Grossen Rat überwiesen. Er beinhaltet mehrere Zonenänderungen zugunsten der Schaffung von ca. 200 neuen Wohnungen, neue Grünzonen und eine Fläche für das Gewerbe. Die Massnahmen wurden vom Hochbau- und Planungsamt im Rahmen des Aktionsprogramms Stadtentwicklung Basel mit dem Schwerpunktprogramm "Logis Bâle – 5000 Wohnungen in 10 Jahren" erarbeitet. BASEL. Mit einer Teilrevision des Basler Zonenplans soll die Voraussetzungen geschaffen werden, um neuen, hochwertigen Wohnraum zu erstellen. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vorlage an den Grossen Rat weitergeleitet. Im Rahmen der vorgeschlagenen Teilzonenplanrevision sind folgende Massnahmen sind vorgesehen: • Mit der Einzonung der bisher landwirtschaftlich bzw. durch Familiengärten genutzten Areale Reservoirstrasse und Oberer Batterieweg werden an der "guten Adresse" Bruderholz neue Angebote für hochwertiges Wohnen im Grünen ermöglicht. Für die Familiengärten am Oberen Batterieweg, die sich im Landeigentum der Einwohnergemeinde Basel befinden, wird bis zur konkreten Umnutzung des Areals ausreichend Ersatz für die betroffenen Gartenpächter und -pächterinnen auf anderen Familiengartenarealen in der Umgebung bereitgestellt werden. • Auf dem Gelände des Augenspitals ist mittelfristig die Aufgabe der Spitalnutzung möglich. Die neue Zonierung ermöglicht die Errichtung von Wohnbauten in attraktiver, zentrumsnaher Lage sowie die Schaffung eines kleinen Quartierplatzes. • An der Belforterstrasse sollen neue Wohnungen am Stadtrand zum geplanten Landschaftspark Nordwest entstehen. • Im Bereich Klybeckstrasse / Altrheinweg wird die bereits vorhandene Wohnnutzung durch die Herausnahme aus der Industriezone langfristig geschützt. Für die Areale Warteck II und Gundeldinger Feld wird die Aufhebung der nicht mehr benötigten Industrieschraffur vorgeschlagen. Damit sind künftig stark störende, wohnunverträgliche Nutzungen nicht mehr zulässig. • Der nördliche Teil des St. Johanns-Parks war bisher als langfristiges Baulandpotenzial noch keiner Zone zugewiesen. Mit der vorgeschlagen Festsetzung einer Grünzone soll das Gebiet definitiv als öffentliche Grünanlage für das dicht bevölkerte Quartier gesichert werden. • Auf dem zuletzt für den Bau der Nordtangente genutzten Areal Rosenau ist künftig eine neue Nutzung möglich. Für den östlichen Teil ist eine Industriezone vorgesehen, um die Nähe zum Flughafen und den direkten Anschluss ans Autobahnnetz zu nutzen. Die neue Grünzone im westlichen Teil schliesst eine Lücke in der ökologischen Vernetzung nach Frankreich. Die vorgeschlagenen Zonenänderungen wurden mit der öffentlichen Planauflage vom 13. August bis 12. September 2003 bereits einem breiteren Publikum vorgestellt. Änderungen im Zonenplan sind noch nicht gleichzusetzen mit einer Umnutzung der Areale, die aus Sicht des Regierungsrates erwünschten neuen Nutzungen werden damit erst rechtlich zulässig. In der Folge sind die Arealeigentümerschaften am Zug, die neuen Möglichkeiten auszuschöpfen. Weitere Projekte der Teilzonenplanrevision wie die Umnutzung des Landhofs und des IWB-Areals an der Reservoirstrasse werden dem Grossen Rat in separaten Verfahren vorgelegt. Die Vorlage für das Projekt "Erlenmatt" auf dem ehemaligen DB-Areal wurde bereits im Juni 2004 vom Grossen Rat verabschiedet. Die Teilzonenplanrevision erschliesst neu ein Potenzial von 120 – 210 Wohnungen. Zusammen mit den erwähnten separaten Verfahren wird ein wesentlicher Beitrag zum Aktionsprogramm Stadtentwicklung Basel geleistet: Insgesamt werden Möglichkeiten für ca. 1000 bis 1400 neue Wohnungen geschaffen. Mit den anvisierten neuen Grünzonen im St. Johann, auf dem Landhof und dem DB-Areal "Erlenmatt" wird das Angebot an öffentlichen Freiräumen in dicht bebauten Quartieren massiv ausgebaut und gesichert. Diese quantitativen und qualitativen Verbesserungen sollen die Stadt als Wohnort attraktiver machen und der Abwanderung von Bewohnerinnen und Bewohnern und Steuermitteln ins Umland entgegen wirken. |