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Europarat beurteilt Dopingbekämpfung in der Schweiz gesamthaft positiv BERN. Seit 1998 überprüft der Europarat im Projekt «respect des engagements» die Erfüllung der Verpflichtungen, die Regierungen bei der Unterzeichnung von Abkommen eingegangen sind. Im Sport betrifft dies u.a. die «Konvention gegen Doping im Sport». Eine Delegation von internationalen Experten hat im April 2004 die Schweiz besucht. Der Bericht zeichnet allgemein ein positives Bild. Betont werden insbesondere die lange Tradition der Dopingbekämpfung in der Schweiz mit gemeinsamer Verantwortung und gut funktionierender Aufgabenteilung zwischen dem Bund und Swiss Olympic als Dachverband der Schweizer Sportverbände. Ebenfalls positiv vermerkt wurde die allgemein hohe Qualität der Massnahmen, insbesondere im Bereich der Prävention, sowie das beispielhafte Sanktionssystem durch die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic. Im Rahmen von elf Empfehlungen geht der Bericht auch auf Verbesserungspotenzial und mögliche künftige Entwicklungen der Dopingbekämpfung in der Schweiz ein. Vorgeschlagen werden insbesondere eine Erhöhung der Anzahl Dopingkontrollen mit einer breiteren Definition der zu kontrollierenden Personen, die Überprüfung der gesetzlichen Bestimmungen zur effektiveren Dopingbekämpfung, eine umfassendere Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Amtsstellen sowie ein verstärkter Einbezug des Dopinganalyselabors in die nationale Dopingbekämpfung. Die Schweiz wird dem Europarat innerhalb von zwei Jahren einen schriftlichen Bericht zum Stand der Umsetzung der Empfehlungen einreichen. Noch in diesem Jahr wird zudem dem Bundesrat ein Aussprachepapier unterbreitet, in welchem die wesentlichen Aspekte des Berichtes aufgenommen werden. Darin sollen auch Optionen zur Weiterentwicklung der Dopingbekämpfung Schweiz im Hinblick auf zukünftige Anforderungen aufgezeigt werden. |